Victor Kossakovsky

Weitere Namen
Viktor Aleksandrovič Kosakovskij (Weiterer Name) Виктор Александрович Косаковский (Geburtsname) Viktor Kosakovskiy (Schreibvariante)
Darsteller, Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent
Leningrad, UdSSR (heute Sankt Petersburg, Russland)

Biografie

Victor Kossakovsky, geboren am 19. Juli 1961 in Leningrad (heute: St. Petersburg), begann 1978 am Leningrader Dokumentarfilmstudio als Kameraassistent, Regieassistent und Editor zu arbeiten. Von 1986 bis 1989 studierte er Regie und Drehbuch in Moskau. Seither realisierte er zahlreiche Dokumentarfilme, meist als Autor, Kameramann und Regisseur in Personalunion. Sein dokumentarischer Stil zeichnet sich durch einen poetischen Realismus aus. "Belovy" ("The Belovs", RU 1992), das Porträt eines bäuerlichen Geschwisterpaars, wurde auf Dokumentarfilm-Festivals in Amsterdam und St. Petersburg preisgekrönt. In "Mittwoch 19.07.61" (DE/GB/RU 1997) versucht er die 101 Menschen aufzuspüren, die am gleichen Tag wie er selbst in Leningrad geboren wurden; der Film gewann den Dokumentarfilmpreis beim Edinburgh International Film Festival, den One Future Preis beim Münchner Filmfest und einen Ehrenpreis beim Karlovy Vary International Film Festival.

Für "Pavel and Lyalya" (1998), über seine inzwischen in Israel lebenden Hochschul-Lehrmeister Ludmila Stanukinas und Pavel Kogan, erhielt Kossakovskys auf dem Dokumentarfilm Festival Amsterdam den Spezialpreis der Jury. Auch "Tishe!" ("Ruhe!", RU 2002), über das Leben und die Veränderungen in seiner St. Petersburger Wohnstraße, lief auf zahlreichen internationalen Festivals.

Ein großer Erfolg gelang Kossakovsky mit "Vivan las Antipodas!" (DE/AR/NL 2011), für den er acht Gegenpole bereiste – Orte, die sich geografisch exakt auf der gegenüber liegenden Seite des Erdballs befinden. Für die atmosphärischen Bilder dieses Films gewann er den Deutschen Kamerapreis 2012 (Kamera Dokumentarfilm). Von der russischen Filmkritiker-Gilde wurde "Vivan las Antipodas!" als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er auf diversen Festivals preisgekrönt: So etwa beim Reykjavik International Film Festival, beim Thessaloniki Documentary Film Festival und beim True/False Film Fest in Columbia, Missouri (USA).

Im Jahr 2016 begann Victor Kossakovsky mit der Arbeit an dem Dokumentarfilm "Aquarela" (DE/GB/DK), in dem auf vielfältige Weise die unbändige Kraft der Naturgewalt Wasser filmisch festhielt. Die Uraufführung fand 2018 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig statt (außer Konkurrenz). Nach zahlreichen weiteren Festivalteilnahmen startete "Aquarela" im Dezember 2019 in den deutschen Kinos.

FILMOGRAFIE

2022
  • Regie
  • Drehbuch
2016-2018
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
2011
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
2005
  • Mitwirkung
  • Kamera
1996/1997
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
  • Produzent
1995/1996
  • Drehbuch
  • Kamera