Biografie
Jesco Denzel wurde 1972 in Bremen geboren. Er absolvierte bis 2001 ein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg, gefolgt von einem Fotojournalismus-Studium in Hannover (2002-2005). Erste berufliche Erfahrungen sammelte er zunächst als Praktikant unter anderem bei der taz, der FAZ und Spiegel TV.
2005 begann Denzel, als freier Fotograf zu arbeiten. Für seine Fotoreportage "Hanover, Eastern Cape" wurde er 2006 mit dem Yann Geoffroy Award ausgezeichnet. 2007 erhielt er für die Reportage "Nickel und Kanaken" ein Stipendium der VG Bild-Kunst. Die Fotoreportage "Migingo – Business on the Rock" (2010), über das harte Leben auf der nur etwa fußballfeldgroßen Felseninsel Migingo im Victoriasee, brachte ihm ein Gabriel-Grüner-Stipendium ein; außerdem kam er auf die Shortlist für den Henri-Nannen-Preis.
2011 wurde Jesco Denzel offizieller Fotograf der deutschen Bundesregierung und dokumentiert in dieser Funktion unter anderem Termine und Reisen der*des Bundeskanzler*in und der*des Bundespräsident*in. Daneben realisierte er weiterhin Fotoreportagen. Für "Alles muss weg – Lagos Waterfronts in Gefahr" (2017) erhielt er erneut ein Stipendium der VG Bild-Kunst sowie den World Press Photo Award 2018.
Fürs Fernsehen wirkte Denzel ab 2019 als Kameramann an mehreren Reportagen mit, darunter "Im Schatten der Clans" (2019) und "Mein Nachbar, der Neonazi" (2021) des Formats "37 Grad", beide unter der Regie von Güner Balcı. In gemeinsamer Regie drehten die beiden für "37 Grad" die Reportage "Die Nummer auf meinem Arm - Albrecht Weinberg und seine Geschichte", über den KZ-Überlebenden Albrecht Weinberg. Auf Basis dieser Reportage entstand der Kino-Dokumentarfilm "Albrecht Weinberg - Es ist immer in meinem Kopf" (2026), der im September 2026 startete.