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Alle Fotos (5)Biografie
Jens Albinus wurde am 3. Januar 1965 in Bogense auf Fünen, Dänemark, als Sohn eines Pfarrers und einer Lehrerin geboren. Von 1985 bis 1989 absolvierte er eine Ausbildung an der Schauspielschule des Aarhus Teater, wo er anschließend bis 1994 engagiert war. Es folgten Engagements am Königlichen Theater in Kopenhagen (bis 2002), der Berliner Volksbühne (2000) und dem Basler Nationaltheater (2003). 1995 wurde er mit dem dänischen Lauritzen-Preis ausgezeichnet. Ab 1999 führte er gelegentlich auch selbst Regie.
Parallel zum Bühnenschauspiel begann Jens Albinus 1996 mit der Arbeit für Kino und Fernsehen. Er hatte unter anderem eine Hauptrolle in Lars von Triers "Idioten" (DK 1998) und spielte kleinere Rollen in dessen "Dancer in the Dark" (DK 2000) und "Nymph()maniac 1" (DK 2013). Daneben sah man ihn in Haupt- und Nebenrollen weiterer dänischer Kino- und Fernsehproduktionen.
Von 2003 bis 2006 spielte Albinus die Hauptrolle eines dänischen Ermittlers in der dänisch-deutschen Krimireihe "Der Adler", die ihm auch in Deutschland Bekanntheit verschaffte. In den folgenden Jahren wirkte er immer wieder in deutschen Produktionen mit: Matthias Glasner besetzte ihn in "This Is Love" (2009) in der Hauptrolle eines Mannes, der vietnamesische Kinder an zahlungsbereite Adoptiveltern verkauft; die Krimikomödie "Sprinter – Haltlos in die Nacht" (2012) zeigte ihn als Familienvater, der in ein turbulentes Abenteuer verwickelt wird; in der Leipziger "Tatort"-Episode "Niedere Instinkte" (2015) gab er einen psychotischen Kindesentführer, in dem hochgelobten Polizeithriller "Auf kurze Distanz" (2016) den ehrgeizigen Vorgesetzten eines Undercover-Ermittlers.
Auf der Kinoleinwand sah man Albinus als klassischen Musiker in "Das Vorspiel" (DE/FR 2019) und als Ehemann von Nina Hoss' Hauptfigur in "Schwesterlein" (CH 2020). An der Seite von Emily Cox und Paula Kober hatte er in der hochgelobten Miniserie "37 Sekunden" (2023) eine Hauptrolle als Vergewaltiger. Von seiner humorvollen Seite zeigte er sich in der absurden Komödie "Holy Meat" (2025), als Provinz-Pfarrer, der ein spektakuläres Passionsspiel aufführen möchte.