Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent
Düsseldorf

Biografie

Hubertus Siegert, geboren am 4. Oktober 1959 in Düsseldorf, studierte in Berlin Geschichte, Kunstgeschichte, Theater und Film sowie Landschaftsarchitektur. Ab 1990 sammelte er praktische Filmerfahrungen als Produktionsleiter, Schnittassistent und Sounddesigner bei verschiedenen Filmproduktionen. 1992 gründete er seine eigene Produktionsfirma S.U.M.O. Film, mit der er den Kurz-Dokumentarfilm "Stravinsky in Berlin" (1993) und die Kurz-Spielfilme "Sonnenjuwel" (1995) und "The Orange Kiss" (1997) realisierte.

1996 begann Siegert mit der mehrjährigen Arbeit an seinem ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm: "Berlin Babylon", über den rauschhaften Bauboom in Berlin nach dem Mauerfall, feierte im Jahr 2001 auf der Berlinale Premiere, wurde von der Kritik hoch gelobt und war einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme der Kinosaison 2001.

Im Herbst 2005 startete Siegerts zweiter langer Dokumentarfilm in den Kinos: "KlassenLeben" schildert den Alltag einer fünften Schulklasse in Berlin, in der hochbegabte und schwerbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden.

Bei der 24-stündigen Fernsehdokumentation "24h Berlin - Ein Tag im Leben" (2009) realisierte Siegert die Sequenzen über den Alltag eines lebenslangen Häftlings in der Justizvollzugsanstalt Tegel. 2014 war er einer der Regisseure der deutsch-französischen TV-Dokumentation "24h Jerusalem", die mit zwei Deutschen Fernsehpreisen (Bester Produzent und Bester Mehrteiler Dokumentation) ausgezeichnet wurde.

Beim Max Ophüls Filmfestival 2015 feierte Siegerts nächster Kino-Dokumentarfilm "Beyond Punishment" Premiere. Darin thematisierte er den gesellschaftlichen Umgang mit schwerster Gewaltkriminalität: In Norwegen, den USA und Deutschland stellt er jeweils die Täter und Opfer (bzw. deren Hinterbliebene) eines Gewaltverbrechens gegenüber, die alle mit der Tat und ihren Auswirkungen noch nicht abgeschlossen haben. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis wurde "Beyond Punishment" mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet; beim Deutschen Filmpreis erhielt er eine Nominierung als Bester Dokumentarfilm.

 

FILMOGRAFIE

2016/2017
  • Regie
2010-2014
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2004/2005
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1997
  • Regie
  • Produzent
1996-2001
  • Regie
  • Drehbuch
  • Producer
1995
  • Schnitt-Assistenz
1993
  • Regie
  • Kamera