Biografie
Eva Müller wurde 1979 in Bonn geboren. Nach einem Studium in den Fächern Geschichte, Öffentliches Recht und Linguistik in Tübingen und Marseille absolvierte sie ein Volontariat beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Im Jahr 2005 begann sie als freie Journalistin und Redakteurin zu arbeiten, insbesondere für das ARD-Politmagazin "Monitor", das Reportage-Format "Die Story" und den Bereich Aktuelle Dokumentation.
Im Lauf der Jahre erhielt sie für ihre Reportagen und Dokumentationen zahlreiche Auszeichnungen: so etwa den Axel-Springer-Preis für "Abgehängt" (2007), den Deutschen Fernsehpreis (Förderpreis) für "Die Hartz IV-Schule" (2008), den Deutsch-Französischen Journalistenpreis (Nachwuchspreis) für "Ab nach Paris" (2010) und den CNN Journalist Award für "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin – Die Opfer der Rechtsterroristen" (2013). Ebenfalls 2013 wurde sie zum "CNN Journalist of the Year" gekürt (gemeinsam mit Matthias Deiß und Anne Kathrin Thüringer).
2017 wurde Eva Müller Leiterin von "docupy", einem Projekt des WDR und der Produktionsfirma bildundtonfabrik (btf), in dessen Rahmen das komplexe Thema der sozialen Ungleichheit anspruchsvoll im Internet beleuchtet werden sollte. Ebenfalls 2017 realisierte sie den Dokumentarfilm "Herr und Frau Petry", ein Porträt der damaligen AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry.
Für die Dokumentation "Heer, Stahl und Sturm – Wer Nazis verteidigt" (2018) erhielt Müller Nominierungen für den Deutschen Regiepreis und den Deutschen Fernsehpreis 2019 (Beste Dokumentation); die Reportage "docupy: Ungleichland" brachte ihr einen Grimme-Preis 2019 ein. Vom Medium Magazin wurde sie für beide Beiträge zur Journalistin des Jahres gewählt (Reportage national, Platz 2).
Für Netflix realisierte Eva Müller den Dokumentarfilm "Shiny Flakes - The Teenage Drug Lord" (2021), über Maximilian Schmidt, der unter dem Decknamen "Shiny Flakes" mit 19 Jahren von seinem Kinderzimmer aus Drogen übers Internet verkaufte – und als Inspiration für die Netflix-Serie "How to Sell Drugs Online (Fast)" diente.
Gemeinsam mit Isabel Schneider drehte Müller den Kino-Dokumentarfilm "Was haben wir gelacht", der die Geschichte des stark männerdominierten Unterhaltungsfernsehens der 1990er-Jahre aus der Perspektive von Frauen wie Maren Kroymann, Hella von Sinnen und Esther Schweins schildert.