Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent, Produktionsleitung
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Biografie

Ernst Reinboth wurde am 8. Februar 1935 in Berlin geboren. Er wuchs im Haus seiner Eltern in Berlin-Dahlem auf, wo er auch später mit seiner Frau Barbara Reinboth lebte und seiner künstlerischen Arbeit nachging. Nach dem Abitur entschloss er sich zu einem Kunst- und Sportstudium auf Lehramt an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Kurz nach Beendigung seines Referendariats reiste er für ein Jahr durch Mexiko, wo er seinen ersten Film drehte.

Nach seiner Rückkehr arbeitete er als freier Künstler, Filmemacher und Maler. Er arbeitete bei seinen Kurz- und Experimentalfilmen fast ausschließlich mit 16mm-Material. Durch Mehrfach- und Doppelbelichtungen, Positiv- und Negativteile, Spiegelungen und Tempovariationen verfremdete und abstrahierte er Naturaufnahmen. Als Musik verwendete er für seine Filme Werke von Johann Sebastian Bach, György Ligeti und Maurice Ravel, vor allem aber Neue Musik und experimentelle Klänge von Boris Blacher, Karl Heinz Wahren, Rüdiger Rüfer und Nikolai Badinski. Neben der Musik begleitete er viele seiner Kurzfilme mit literarischen Texten von Dante, Gottfried Benn oder Samuel Beckett, die von Schauspielern wie Ernst Schröder und Will Quadflieg gesprochen wurden. Aus der Zusammenarbeit mit Künstlern wie Michael Schwarze, Bernhard Heiliger und Edith Türckheim entstanden die Filme "Aleph" (1968), "Licht Skulptur Raum" (1979) und "Yang und Ying" (1980). Weitere wichtige Werke sind "Interferenzen" (1967), "Der Sucher" (1976), "Die Abstrakte Oper Nr.1" (1978), und "Das Tor" (1986).

Ernst Reinboths Filmschaffen und seine Malerei bildeten eine Symbiose. Er war fasziniert von den vielen Möglichkeiten der malerischen Abstraktion der aus den Filmen entstandenen Photoserien. Genauso benutzte er aber auch von ihm gemalte Bilder und Zeichnungen als Vorlage und zur Entwicklung neuer Filme.

Er erhielt für seine Filme nationale und internationale Anerkennung, darunter Bundesfilmpreise, zahlreiche Prädikate der Filmbewertungsstelle, den 1. Preis der Rassegna Internazionale di Roma und den Premio di Qualità Italia.

1990 zeigte Reinboth unter dem Motto "Filme und Musik, Abstrakte Filme, Surreale Filme und Experimentalfilme" 31 seiner Filme in einer Retrospektive in der Akademie der Künste in Berlin. Gemeinsam mit den Filmen wurden weitere seiner Arbeiten wie Photoserien und Bilder gezeigt.

Ernst Reinboth verstarb am 24.Dezember 2016 mit 81 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Berlin-Dahlem.

Quelle und ©: Raffaela Reinboth

FILMOGRAFIE

1994
  • Regie
1992
  • Regie
1990
  • Regie
1990
  • Regie
1989
  • Regie
  • Produzent
1989
  • Regie
1988
  • Regie
  • Kamera
  • Produzent
1985/1986
  • Regie
1982
  • Regie
  • Kamera
  • Schnitt
1982
  • Regie
1980
  • Regie
1979/1980
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1979
  • Regie
1978
  • Regie
  • Produzent
1977
  • Regie
1977
  • Regie
1976
  • Regie
1973
  • Regie
1973
  • Regie
1973
  • Regie
1968
  • Regie
  • Kamera
  • Schnitt
  • Produktionsleitung
1968
  • Regie
1965
  • Regie
  • Produzent