FFA vergibt 1 Million Euro kulturelle Filmförderung für neun Dokumentarfilme

In ihrer jüngsten Fördersitzung hat die FFA-Jury für Dokumentarfilme 800.000 Euro Produktionsförderung für vier Filme vergeben, fünf weitere Projekte erhielten 210.291,30 Euro Projektentwicklungsförderung. Somit wurden insgesamt neun Projekte mit 1.010.291,30 Euro gefördert.

 

Der Großteil der geförderten Dokumentarfilme beleuchtet soziale und politische Fragen mit unmittelbarer Anbindung an die Biografie der Filmemacher*innen und erzählt von persönlichen Erlebnissen mit gesellschaftlicher Tragweite. So befasst sich Cem Kaya in "Kebabträume" mit Debatten zu Migration und Erinnerung, Britta Wauer in "Im Takt des Purzelbaums" mit der Aufarbeitung eines wenig bekannten historischen Schicksals und Bianca Gleissinger in "Forbidden Fruit" mit Körperwahrnehmung und Rollenbildern. Letztere sind auch Thema des projektentwicklungsgeförderten Tanzfilmprojekts "Leroy" (AT) von Sandrine Orabona, während Gülseren Sengezer in "Dersim – 100+ Jahre Angst" (AT) und Natalija Yefimkina in "Die Stimmen von Tschernobyl" prägnante Ereignisse der eigenen Herkunftsgeschichte ins Zentrum rücken. Mit den physischen Überresten von Kriegen in Form von Munitionsabfall beschäftigt sich Julius Dommer in "Tallboy".

2026 jähren sich die Todestage zweier prominenter Persönlichkeiten der deutschen Film- und Medienöffentlichkeit zum zehnten Mal: Im produktionsgeförderten "Grenzgänger Krug" porträtiert Luzia Schmid den Schauspieler, Sänger und Schriftsteller Manfred Krug; der ebenfalls 2016 verstorbene Publizist und Moderator Roger Willemsen steht im Zentrum der Suche von "Rogers Enden", die Michael Fetter Nathansky mit Projektentwicklungsförderung vorbereitet.

Die Förderung im Detail

Die nächste Fördersitzung der Jury für Dokumentarfilm findet am 15. und 16. Juni 2026 statt, Einreichfrist ist der 14. April. Zur Übersicht der kommenden Einreich- und Sitzungstermine

Alle Förderergebnisse finden Sie hier.

Quelle: www.ffa.de