Inhalt
Der Film besteht aus 16 lose miteinander verbundenen Episoden, die in 91 statischen Einstellungen an rund 30 Schauplätzen auf mehreren Kontinenten spielen – darunter eine Insel im Westpazifik, ein Lesesaal in New York, eine Keramikfabrik bei Peking und eine Landebahn im Niger. In puristisch komponierten Tableaus beobachtet der Film menschliche Handlungen, Arbeitsprozesse und kulturelle Kontexte, ohne eine durchgehende Handlung zu verfolgen. Die Episoden kreisen um Fragen von Wissen und Wahrnehmung, um koloniale Hinterlassenschaften, Machtstrukturen, Aneignungen und den Umgang mit Fremdheit.
Wiederkehrendes Motiv ist die Giraffe, die in unterschiedlichen Zusammenhängen auftaucht und als verbindendes Element zwischen den Fragmenten dient, ohne symbolisch festgelegt zu werden. Durch die Montage entsteht ein Geflecht aus Bezügen zwischen geografisch und zeitlich voneinander unabhängigen Situationen. Der Film nähert sich der Gleichzeitigkeit verschiedener Wirklichkeiten an und reflektiert, wie Geschichte weitergegeben werden kann – und wo die Grenzen des Verstehens liegen.
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