Die Mädels vom Immenhof

BR Deutschland 1955 Spielfilm

Die Mädels vom Immenhof



J– t, film-dienst, 1955


Ponyzucht, Kinderferien und großmütterliche Geldsorgen auf einem holsteinischen Gutshof. Frischer Farbfilm mit Landschafts- und Tieridyllen.

Zu dem Liedchen "Dideldumdidelda, mit der Mundharmonika" kutschieren Oma Jantzens Enkelinnen Dick und Dalli ihr Shetlandponygespann zum Bahnhof, wo sie den Feriengast Ethelbert abholen. Aus einem Stadtschnösel entwickelt sich alsbald ein hilfsbereiter Junge, der nicht nur, das Fohlenbaby, sondern auch das Mädchen Dick in sein schon männlich pochendes Herz schließt. Indes stellt die erwachsene dritte Enkelin ihrer Großmama einen Nachbarn und Pferdezüchter als Schwiegersohn vor. Dieser bewahrt das Ponygestüt vor der Zwangsversteigerung. Im Pony-Zockeltrab, mitunter aber auch schwungvoll über Stock und Stein, runden sich Landschafts- und Tieridylle zu einem anmutigen Ferienspielchen. Anmutig deswegen, weil sein Regisseur die jugendlichen Darsteller ungezwungen durch die Holsteinische Schweiz tollen und die erwachsenen nur ein ganz klein wenig – man merkt es kaum – an heimatfilmüblichem Konfekt naschen läßt. Kommt das meiste auch nicht über Kinolustigkeit hinaus, so bleiben doch die Ratschläge an den Großstadtbengel ebenso wie die erwachende Jugendliebe in einem Bereich von Scheu und Unaufdringlichkeit. Erfreulich, dererlei in einer deutschen Produktion zu beobachten. Auch für Kinder ohne Einschränkung willkommen.