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"Woche der Kritik" lädt zum Nachdenken und Diskutieren über das Kino ein

Vom 14. bis zum 22. Februar findet die "Woche der Kritik" statt. Dabei wird Filmkritik Programm: Zur Berlinale zeigt die Woche der Kritik eine Auswahl internationaler Filme, die Anstoß geben zu Debatte, Kontroverse, lustvollem Streit.

 

FilmkritikerInnen und FilmemacherInnen aus unterschiedlichen Ländern diskutieren über Politik und Ästhetik, Vorlieben und Ablehnung, neue Distributions- und Rezeptionsformen. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie "Wie sehen wir Filme?", "Welche Filme wünschen wir uns?", "Was macht Kino zum Kino?"

Den Auftakt macht eine Konferenz zur Frage, wie Vorstellungen vom Publikum die Arbeit mit dem Kino prägen, was es heißt, bestimmte Besucherzahlen erreichen zu müssen und welche Auswirkungen es hat, sich als Publikumsfestival zu verstehen. In Anlehnung an die Frühzeit des Kinos findet die Veranstaltung in einem Zirkuszelt statt:

Malen nach Zahlen?
Über Ideen vom Publikum und ihre Auswirkungen auf das Kino

Mittwoch, 14.02.2018, 18.30 Uhr, CABUWAZI Tempelhof – der Kulturflughafen, auf dem Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm 84.

Welche Idee vom Publikum haben diejenigen, die Filme machen, fördern und zeigen? Jüngst hat die Filmförderungsanstalt (FFA) beschlossen, fast nur noch Filme zu finanzieren, die von mindestens 250.000 ZuschauerInnen im Kino gesehen werden – als vorausgeschickte Erwartung. Eine gute Gelegenheit, einmal offen danach zu fragen, wie in Deutschland und international über das Publikum nachgedacht wird. Immerhin nennt sich auch die Berlinale immer wieder Publikumsfestival. Welche Auswirkungen kann es im Positiven wie Negativen haben, Besucherzahlen als Erfolgskriterium für künstlerische Arbeiten zu setzen? Und wie lässt sich Publikum überhaupt für Kino begeistern?

Das Filmprogramm der Woche der Kritik, präsentiert im Kino in den Hackeschen Höfen einen Geheimtipp aus dem Off-Kino Quebecs im Komödien-Doublefeature mit Serge Bozons scharfem französischen Humor und einer kühnen Isabelle Huppert. Zu entdecken gibt es außerdem Experimentelles aus Ungarn, einen eigenwilligen Horrorfilm aus Deutschland sowie ein Filmessay junger PerfomancekünstlerInnen aus der Hildesheimer Theaterszene.

Alle Filme der Woche der Kritik 2018 im Überblick:

"8th October 2016" (2016. október 8.)
Regie: Péter Lichter, Bori Máté, HU 2017, 2 Min., o.D. – Deutschlandpremiere

"Air Time"
Regie: VOLL:MILCH, Moritz Friese, Ariane Trümper, Nils Bultjer, DE 2017, 20 Min., englische OF

"The Big House"
Regie: Kazuhiro Soda, Markus Nornes, Terri Sarris, FilmemacherInnen der University of Michigan, USA 2018, 119 Min., englische OF – Weltpremiere

"La Bouche"
Regie: Camilo Restrepo, FR 2017, 19 Min., Susu – Deutschlandpremiere

"Hagazussa"
Regie: Lukas Feigelfeld, DE 2017, 102 Min., Deutsche OmeU

"Mrs. Hyde" ("Madame Hyde2)
Regie: Serge Bozon, FR/BE 2017, 95 Min., französische OmeU

"The Rub"
Regie: Péter Lichter, Co-Regie & Produktionsdesign: Bori Máté, HU 2018, 60 Min., ungarische OmeU – Weltpremiere

"Scary Mother" ("Sashishi deda")
Regie: Ana Urushadze, GE/EE 2017, 107 Min., georgische OmeU – Deutschlandpremiere

"Searching for Oscar" ("En busca del Óscar")
Regie: Octavio Guerra, ES 2018, 75 Min., spanische OmeU – Weltpremiere

"Waiting for April" ("En attendant avril")
Regie: Olivier Godin, CA 2018, 78 Min., französische OmeU – Weltpremiere

"Yet to Rule" ("În pronunțare")
Regie: Mihaela Popescu, RO 2018, 93 Min., rumänische OmeU – Weltpremiere

Am Dienstag, 20. Februar lädt die Woche der Kritik zudem zu einem Kneipengespräch "BERLINALE 2020":

Ob nach dem Ende der Amtszeit Dieter Kosslicks eine neue Ära bevorsteht oder alles beim Alten bleibt – die Berlinale erhitzt die Gemüter. RegisseurInnen und KritikerInnen fordern einen Neuanfang, Briefe werden geschrieben, veröffentlicht, verteidigt, angegriffen. Podien werden abgehalten, und hinter verschlossenen Türen beraten Gremien Konzepte, die die Öffentlichkeit nicht kennt. Die grundlegenden Fragen dagegen sind noch gar nicht geklärt: Kann die Berlinale ein anderes Festival sein, als sie es heute ist? Was ist dafür nötig? Und ist das überhaupt wünschenswert?

Darum soll es im lockeren Rahmen gehen, nach den letzten Filmen des Tages, im ersten Kneipengespräch der Woche der Kritik. Ein Gespräch ohne Vorne und Hinten, ohne Oben und Unten, weg von den festgefahrenen Routinen der Repräsentation. Als ob alles möglich wäre.

Am Dienstag, 20. Februar um 23 Uhr im Anna Koschke, Krausnickstraße 11, 10115 Berlin, S-Bahn Hackescher Markt / Oranienburger Straße.

Das vollständige Programm und weitere Informationen: www.wochederkritik.de