Credits
Regie
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Maike
- Sören
- Inka
- Doris
- Dirk
- Nils
- Renate
Produktionsfirma
Produzent
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Casting
Musik
Darsteller
- Maike
- Sören
- Inka
- Doris
- Dirk
- Nils
- Renate
Produktionsfirma
im Auftrag von
Produzent
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- 22.02.2024 - 21.03.2024: Hamburg und Umgebung
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Titel
- Originaltitel (DE) Rosen und Reis
Fassungen
Original
Bild/Ton:
Farbe, Ton
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Beim Sequel auf Spielfilm-Länge hat nun Christine Rogoll Regie geführt mit nur einer Umbesetzung bei den Protagonisten: Marlene Morreis für Bettina Lamprecht als Doris.
Pünktlich zum 10. Hochzeitstag haben sich Maike und Sören getrennt. Sie treffen unverhofft in der prachtvollen kleinen Barockkirche, in der ihre Schwester Inka anderntags Nils das „Ja-Wort“ geben will, zusammen. Und auf eine Frau (Kristina Pauls), die gerade mit dem Blumenschmuck am Altar beschäftigt ist und die beide für die Pastorin halten. Weshalb sie diese um geistlichen Beistand in eigener Sache bitten. Maike und Sören erzählen der verdutzten, erstaunten, erschrockenen und gleich wieder empathischen Frau, die sich am Ende als Blumenhändlerin entpuppt, ihre ganze Familiengeschichte, schön chronologisch die der Hochzeitsvorbereitungen wie die des eigenen Scheiterns.
Um mit letzterem anzufangen: Weil sich die vom Gatten vernachlässigte Maike gar nicht mehr wahrgenommen fühlte, hat sie sich auf einen One-Night-Stand mit dem begnadeten Tänzer Michael (Omar El-Saeidi) eingelassen, danach aber sofort alle Kontakte zum Latin Lover ihrer Freundin und Tanzstudio-Besitzerin (Anne Kriete Busch) unterbrochen. „Neu gesehen, neu begehrt, sowas von frischer Wind“: Weil Sören nicht verborgen geblieben ist, wie gut ihr der „Ausrutscher“ getan hat, klappt es mit der aufblühenden Maike nicht mehr, weder im Bett noch außerhalb. „Die alte Maike, sorry, die gibt es nicht mehr“: Sie schlägt ihm vor, es ihr nachzutun. Prompt matcht er Jasmin (Katjana Gerz) über eine App, aber der Date kommt über den ersten Drink nicht hinaus: die eifersüchtige Maike, die ihrem Mann einen so schnellen Erfolg nie zugetraut hätte, grätscht dazwischen. Doch noch ist für ihn nicht aller Tage Abend.
Gleichzeitig laufen die Hochzeitsvorbereitungen auf vollen Touren. Während die hochschwangere Inka am liebsten nur eine kleine, bescheidene Feier wie die ihrer Schwester vor zehn Jahren ausrichten würde, scheut Schwiegermutter Renate keine Kosten für das ganz große Rad: Kutsche mit Pferden, weiße Tauben, fünfstöckige Torte mit essbarem Blattgold, nicht nur eine Fotobox sondern gleich ein Medienteam mit Kamera-Drohne, Live-Musik von Doris, Maikes bester Freundin, und ihrem Gatten Dirk. Der kümmert sich vorbildlich um die gemeinsamen Drillinge Lena, Lina und Lotte. Dass er dafür heimlich Christine als Haushaltshilfe engagiert hat, sorgt bei Doris, als sie die junge Frau zufällig ins Haus gehen sieht, für einen Schock – und bei Sören für eine zweite Chance ausgerechnet im mit roten Rosenblättern übersäten Bett der Hochzeitssuite im Luxushotel.
Danach zeigt sich Maike erstaunt über einen „neuen Sören“, der bella figura macht unter ihren Yoga-Freundinnen. Naturgemäß gehört auch ein Walzer-Auffrischungskurs der Hochzeitsgäste zur Vorbereitung, bei dem unverhofft die Fäuste fliegen, nachdem Sören herausbekommt, dass ausgerechnet sein bester Kumpel Michael für Maikes Selbstbewusstsein gesorgt hat. Den ganzen Hochzeitsplanungszirkus hat Inka nur ertragen, weil Nils sie im Glauben gelassen hat, seine verwitwete Mutter sei todkrank. Als diese Notlüge auffliegt, hat Inka die Pappen dicke und das Handtuch-Origami der „Wedding Crew“ ausgedient…
Das 88-minütige, am 22. Mai 2026 in der ARD erstausgestrahlte Sequel „Rosen und Reis“ ist eine liebevolle, humorvoll-verrückte Komödie – mit herrlich bissigem Dialog-Pingpong der Protagonisten Anneke Kim Sarnau und Oliver Wnuk. „Tine“ Rogoll hat sie ebenso turbulent inszeniert wie Félix Koch den um zwei Drittel kürzeren Vorläufer – und der Drehbuch-Autor Robert Löhr hat erneut dafür gesorgt, dass sich die Zuschauer nicht nur pausenlos köstlich amüsieren, sondern sich in den niemals der Lächerlichkeit preisgegebenen Figuren wiedererkennen. Zudem hat es der wendungsreiche Schluss, der natürlich nicht gespoilert wird, wirklich in sich. Dem spielfreudigen Klasse-Ensemble bei dieser atemberaubenden Eskalationsspirale zuzusehen, ist eine Labsal in diesen finsteren Zeiten.
Pitt Herrmann