Mutzenbacher

Österreich 2021/2022 Dokumentarfilm

Inhalt

Ein Casting mit Männern zwischen 16 und 99. Keine Ausstattung, keine Maske – Improvisationscharakter pur. Gefragt ist die Bereitschaft, sich zu einem Text, seiner Sprache und seinem Thema offen in Bezug zu setzen. Keine geringe Herausforderung, denn es handelt sich um den legendären Skandalroman "Josefine Mutzenbacher oder Die Lebensgeschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt", der 1906 anonym erschien und bis heute – was sich im Film erneut bestätigt – für kontroverse, leidenschaftliche Diskussionen rund um die Lust sorgt. Pornografische Literatur von Weltrang für die einen, missbräuchliche Darstellung kindlicher Sexualität für andere.

In einem hochintelligent arrangierten und experimentierfreudigen Setting, das Analyse und Affekt, Reflexion und Intimität gleichermaßen ermöglicht, überschreiten die Männer die Grenzen des Streitraums Literatur und eröffnen uns und sich selbst Einblicke in den Kosmos von Erotik und Sexualität diesseits und jenseits der Männerfantasie. Ein Film wie ein Experiment im Erfahrungsraum zwischen Imagination und Identität, der das Tabu weder leugnet noch beschwört und deshalb viel erzählt von "#Me" und nicht zuletzt auch von #MeToo.

Quelle: 72. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

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Dreharbeiten

    • Juni 2021 - Oktober 2021: Wien-Atzgersdorf (ehemalige Sargfabrik), Berlin [22 Drehtage]
Länge:
100 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2022, Berlin, IFF - Encounters;
TV-Erstsendung (DE): 23.10.2023, Arte

Titel

  • Originaltitel (AT) Mutzenbacher
  • Weiterer Titel (AT) Plädoyers für die unsinnige Liebe
  • Arbeitstitel (AT) Unsinnige Liebe

Fassungen

Original

Länge:
100 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2022, Berlin, IFF - Encounters;
TV-Erstsendung (DE): 23.10.2023, Arte

Auszeichnungen

IFF Berlin 2022
  • Bester Film, Encounters