Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Elke
- Arnold
- Asche
- Big
- Makler
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Drehbuch-Mitarbeit
Dramaturgie
Kamera
Licht
Ausstattung
Maske
Kostüme
Schnitt
Ton
Mischung
Beratung
Casting
Musik
Musik-Ausführung
Darsteller
- Elke
- Arnold
- Asche
- Big
- Makler
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
Produzent
Co-Produzent
Redaktion
Produktionsleitung
Erstverleih
DVD-Erstanbieter
Filmförderung
Dreharbeiten
- 03.10.2001 - 07.11.2001: Dessau
Länge:
2492 m, 91 min
Format:
HD - überspielt auf 35mm, 1:2,35
Bild/Ton:
Farbe, Dolby SR
Prüfung/Zensur:
FSK-Prüfung: 29.11.2002, 92419, ab 16 Jahre, feiertagsfrei
Aufführung:
Uraufführung (CA): August 2002, Montréal, IFF;
Erstaufführung (DE): 25.10.2002, Hof, Internationale Filmtage, 3sat;
Kinostart (DE): 23.01.2003;
TV-Erstsendung: 26.07.2006, 3sat
Titel
- Originaltitel (DE) Die Datsche
Fassungen
Original
Länge:
2492 m, 91 min
Format:
HD - überspielt auf 35mm, 1:2,35
Bild/Ton:
Farbe, Dolby SR
Prüfung/Zensur:
FSK-Prüfung: 29.11.2002, 92419, ab 16 Jahre, feiertagsfrei
Aufführung:
Uraufführung (CA): August 2002, Montréal, IFF;
Erstaufführung (DE): 25.10.2002, Hof, Internationale Filmtage, 3sat;
Kinostart (DE): 23.01.2003;
TV-Erstsendung: 26.07.2006, 3sat
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Während Elke Geschäftsführerin einer Gaststätte geworden ist, hat Arnold, ein ehemaliger Kaderleiter, die „Wende“ nicht heil überstanden: Seit dem Zusammenbruch des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden ist er arbeitslos – ohne Perspektive auf Änderung dieses trostlosen Zustandes. Was naturgemäß Gift für die Ehe ist.
Gleich früh am anderen Morgen soll der Makler Martin Stein erscheinen, daher verbringen die beiden ihre letzte Nacht in der Hütte. Nach dem Verkauf soll alles anders werden. Hofft zumindest Elke: „Jedes Wochenende, jeden Urlaub hier raus. Andere sind wenigstens nach Ungarn oder nach Bulgarien gefahren.“ Arnold dagegen hängt an diesem für die kleinbürgerliche DDR so typischen Feriendomizil – und damit an seiner eigenen Vergangenheit.
Doch dann fliegt mitten in der Nacht die Tür auf und zwei bewaffnete, vermummte Einbrecher stehen im Zimmer, Asche und Big. Sie fesseln das Paar, schnappen sich das vorhandene Bargeld sowie die Autoschlüssel – und verschwinden so rasch wie sie gekommen sind. „Das ist unsere neue Freiheit. Jeder nimmt sich, was er braucht. Da kann man ja froh sein, dass sie einen nicht umgebracht haben“: Arnold gewinnt rasch seine Sprache wieder und kann sich mit Elkes Hilfe auch bald von den Fesseln befreien. Was war das denn, ein Alptraum?
Nein, bittere Wirklichkeit. Während sie sofort die Polizei informieren will, möchte Arnold lieber bis zum Morgen warten, um dann mit dem Makler Stein in die Stadt zu fahren. Schließlich ist das eigene Auto weg. In dieser emotionalen Extremsituation brechen nun all’ die bisher mühsam unterdrückten Ehekonflikte aus wie die Eruption eines Vulkans: Elke zertrümmert das zu DDR-Zeiten mühsam erworbene Mobiliar. Eine innere Befreiung – offenbar auch für Arnold, denn beide fallen sogleich übereinander her.
Coïtus interruptus: Plötzlich erscheinen die beiden Gangster wieder auf der Bildfläche, so als seien sie auf der Flucht. Offenbar ist durch unvorhersehbare Umstände ein Wachmann erschossen worden, nun suchen die Zuflucht bei ihren Opfern, zumal Asche stark aus einer Bauchwunde blutet. Letzterer wird von Big einmal als „Genosse Oberstleutnant“ angeredet – offenbar ebenfalls ein Wende-Verlierer.
Die neue Situation schweißt das Quartett aus Tätern und Opfern zusammen – zu einer tragikomischen Zweckgemeinschaft mit Männer-Skat und Frauen-Anmache. Kurz lässt sich sogar eine Polizeistreife blicken, schöpft aber keinen Verdacht. Und am anderen Morgen steht wie angekündigt Martin Stein vor der Tür – und sieht sich ganz neuen, abgezockten Verhandlungspartnern gegenüber...
Carsten Fiebeler („Kleinruppin forever“) ist mit „Die Datsche“ eine in einigen Szenen makabre (Handy läutet aus dem Grab), unter die Haut gehende Mischung aus Thriller, Ossi-Befindlichkeits-Drama und Tragikomödie gelungen, die sich vom Genre der flauen Ost-West-Aufarbeitungsgeschichten der Nachwende-Zeit schon durch die aberwitzige Folge blutigster Katastrophen abhebt. Kein Wunder, dass die Produktion des kleinen Leipziger Unternehmens Equinox nach der Uraufführung am 2. September 2002 beim Filmfestival in Montréal nur schwer den Weg in die (Programm-) Kinos fand.
Pitt Herrmann