Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Hanne Jahnke
- Barbara Jarick
- Georg Prokop
- Edzard Meiering
- Dr. Janine Holler
- Simon Jahnke
- Friedrich
- Oberschwester Inge
- Heinz
- Chauffeur Markus
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Continuity
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
Standfotos
Licht
Kamera-Bühne
Szenenbild
Außenrequisite
Innenrequisite
Maske
Kostüme
Schnitt
Schnitt-Assistenz
Ton
Ton-Assistenz
Casting
Musik
Darsteller
- Hanne Jahnke
- Barbara Jarick
- Georg Prokop
- Edzard Meiering
- Dr. Janine Holler
- Simon Jahnke
- Friedrich
- Oberschwester Inge
- Heinz
- Chauffeur Markus
- Simon Jahnkes Freundin
- Dr. Scholz
- Rezeptionistin
- Mitarbeiterin im Kurrestaurant
- Postbote
- Pater Stefan
- Dienstmädchen
- Masseur
Produktionsfirma
im Auftrag von
Produzent
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- Bad Elster
Länge:
88 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 04.04.2003, ARD
Titel
- Originaltitel (DE) Der zweite Frühling
Fassungen
Original
Länge:
88 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 04.04.2003, ARD
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Hanne, weil ihr Egon verstanden hat zu leben und leben zu lassen und ihr nun als wohlhabender Unternehmerin in der (West-) Berliner Villa mit Hauspersonal und eigenem Chauffeur nichts abgeht, von den gelegentlichen Besuchen des schnorrenden Playboy-Sohnes Simon einmal abgesehen, der immer nur auftaucht, wenn er wieder pleite ist. Und Barbara, weil es trotz allem eine schöne, beschauliche Erfurter Zeit mit ihrem Kurt war, in zwar vergleichsweise bescheidenen Verhältnissen, aber doch mit liebevoll gepflegtem Garten. Der auch nach Überwindung der Planwirtschaft immer noch auch der Ergänzung des Speiseplans dient. Denn ihre Witwenrente ist so karg, dass ein Abwasserbescheid der thüringischen Landeshauptstadt beinahe den Traum vom zweiten Frühling in Bad Elster zunichte gemacht hätte.
Aber da ist Hanne vor, die Barbara nun schon seit fünf Jahrzehnten kennt und sie natürlich zur „Kur“ einlädt, gern auch im Fünf-Sterne-Palazzo irgendwo im sonnigen Süden. Zumal beide schon bald am gleichen Tag Geburtstag feiern können. Nur musste es diesmal unbedingt Sachsen sein, denn hier in Bad Elster haben die beiden als 17-Jährige ihre ersten Backfisch-Erfahrungen gemacht. Was sich nun auf etwas niveauvollerer Ebene wiederholen soll – die passenden Kurschatten sollten sich im elegant-nostalgischen Kurhotel schon finden lassen. Wenn auch nicht in der „Lavendel–Gruppe“ mit Friedrich und Heinz: Dem dollen bayerisch-sächsischen Gespann, das schon im Hotelfoyer nach frischer Ware Ausschau gehalten hat, läuft das Wasser nun förmlich im Munde zusammen.
Flugs die Tischkarten getauscht und schon sitzen unsere beiden unternehmungslustigen Damen in der „Narzissen-Gruppe“ an einem Tisch mit dem charmanten Weltenbummler Georg Prokop und dem erfolgreichen Computer-Businessman Edzard Meiering. Ersteren hat Hanne zwar erst wenige Stunden zuvor auf der Fahrt in den Kurort eher uncharmant aus ihrem schicken Cabrio hinauskomplimentiert und letzterem rotzfrech seine Stammgast-Suite vor der Nase weggeschnappt, aber die Herren sind nicht nachtragend.
Im Gegenteil, die nächsten Wochen versprechen herrlich zu werden, auch wenn dem Dragoner von Oberschwester Inge das eine oder andere Schnippchen geschlagen werden muss um dem Klinikalltag zu entkommen. „Altersheim und Knast zusammen“, stöhnt Hanne, die sich den Kur-Aufenthalt „weniger gesund“ vorgestellt hat. Auch mit der reichlich humorlosen Ärztin Dr. Janine Holler ist nicht gut Kirschen essen ist, was bei der Tochter Georg Prokops nun wirklich verwundert. Damit die Pärchenbildung Hanne/Georg und Barbara/Edzard so richtig in Schwung kommt, tauschen die Freundinnen einfach ihre Biographien. Was nach Ende der Kur daheim in Berlin und Erfurt zu allerhand Komplikationen führt...
Gabi Kubachs romantische Komödie zeigt, wie unwichtig das Alter ist, wenn sich wieder Schmetterlinge im Bauch rühren. Sie wartet zudem mit herrlichen Ost-West-Spitzen auf, die mit leichter Hand und einem tollen Ensemble in Szene gesetzt worden sind, das sich ebenfalls aus Ost („die“ Karusseit) und West („die“ Tiller) zusammensetzt. Und, versprochen, nach knapp neunzig Minuten bleibt kein einziger Schatten mehr zurück – auch nicht auf Hannes Lunge.
Pitt Herrmann