Das wahre Leben

Deutschland Schweiz 2005/2006 Spielfilm

Summary

Life Actually

He has a wonderful family he barely ever sees anymore. He has a great job. He has a lovely home. Then … Bummm! – he gets fired! Art is his wife′s passion and her profession. Is she really honest to her man? And who are the new neighbors? His kids have their own attitudes to life. He treats them all as if they were his employees until the situation gets out of hand for all of them. Bummm! His son Linus blows up the neighbor′s sculpture and sets fire to the house. Bummm! His wife moves to her friend Claudia for the time being. Every end leads to a new beginning and everything stays in motion all the time.

Source: German films Service & Marketing GmbH

 

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Roland Spatz arbeitet täglich vierzehn Stunden und sieht seine Familie auch in den Sommermonaten selten bei Tageslicht. Seine Gattin Sybille flüchtet sich in ihre Arbeit als Galeristin und Charles, der 19-jährige Sohn, kämpft gegen die Wirren seiner Sexualität. Mittendrin und doch nicht dabei: Der junge, von allen vergessene Bruder Linus sitzt in seinem Zimmer und bastelt Bomben, denen die Kitschskulpturen der Nachbarschaft zum Opfer fallen sollen. Alles gerät ins Wanken, als Roland seinen Posten im Risikomanagement seiner Firma verliert, nachdem diese von einem französischen Großkonzern geschluckt worden ist. Fortan muss der mit einer üppigen Abfindung ausgestattete Workaholic tatenlos zuhause ’rumsitzen.

Gibt es ein zweites Leben nach dem ersten? Nicht mit dieser Familie, jedenfalls nicht gleich beim ersten Anlauf. Charles ist zum „Bund“ eingezogen worden und entdeckt, dass er eigentlich schwul ist. Sein heftig pubertierender kleiner Bruder Linus hat seine Liebe zu Killerspielen entdeckt. Und mutiert plötzlich zum Objekt der Betreuung ausgerechnet der Nachbarstochter Florina.

Die ist als Malerin eine Entdeckung der auf zeitgenössische Kunst spezialisierten Galeristin Sybille. Aber Florina ist nicht nur eine hochbegabte Künstlerin, sondern auch ein sehr komplexbeladenes Wesen mit selbstzerstörerischen Momenten (da hat der Gsponer wohl an Chris Kraus’ „Vier Minuten“ orientiert?). So kann sich bei Linus und Florina allerhand Druck aufbauen, und damit ist nicht die Explosionskraft gemeint, mit der Vogelhäuschen der Garaus gemacht wird.

So schlittert der ausgebremste Macher voller Hausmann- und Familienvater-Elan unaufhaltsam in eine Krise, die ihn nicht nur mit seinen Söhnen entzweit, sondern auch seine Ehe zutiefst erschüttert. Was freilich auch an Gattin Sybille liegt, die als Galeristin mit recht eigenwilligen Mitteln für eine gute Presse sorgt. Leider hat auch der Headhunter, der ihm rät, auszuspannen, um die Akkus wieder aufzuladen, keine Alternative in Form eines neue Jobs für Roland parat...

Nach „Rose“, ausgezeichnet u.a. mit dem Eastman-Förderpreis bei den Hofer Filmtagen 2005, ist „Das wahre Leben“ erst der zweite Spielfilm des Züricher Regisseurs Alain Gsponer, der durch seinen preisgekrönten Abschlussstreifen an der Filmakademie Baden-Württemberg, „Kiki & Tiger“ (2002), bekannt geworden ist. Seine Burleske ist sicherlich in erster Linie ein Familienfilm – mit einer toughen, nicht nur outfitmäßig kaum wiederzuerkennenden Katja Riemann, einem rührend-komischen Ulrich Noethen und einer starken, aber auch stark an „Vier Minuten“ erinnernden Hannah Herzsprung.

Aber unter dieser Oberfläche scheint sogleich das tragikomische und sicherlich auch vom eigenen Erleben gespeiste Adoleszenz-, Pubertäts- und Coming-Out-Drama hervor. Alain Gsponer, Jahrgang 1976, weiß offenbar, wovon die Rede ist, entstammt er doch selbst einer vierköpfigen Familie – als jüngerer der beiden Söhne.

Pitt Herrmann

Credits

All Credits

Director

Assistant director

Intern

Script supervisor

Director of photography

Assistant camera

Clapper loader

2nd Camera unit

Still photography

Lighting design

Dolly grip

Property master

Stand-by props

Construction manager

Editing

Assistant editor

Sound design

Sound assistant

Consultant

Special effects

Stunt co-ordinator

Music

Cast

Line producer

Unit production manager

Location manager

Shoot

    • 03.11.2005 - 15.12.2005: Stuttgart, Ludwigsburg
Duration:
2946 m, 108 min
Format:
DV + Super16mm - überspielt auf 35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Eastmancolor, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung: 16.02.2007, 109158, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 26.10.2006, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 08.03.2007;
TV-Erstsendung (DE FR): 09.01.2010, Arte

Titles

  • Originaltitel (DE) Das wahre Leben
  • Arbeitstitel (DE) Bummm!

Versions

Original

Duration:
2946 m, 108 min
Format:
DV + Super16mm - überspielt auf 35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Eastmancolor, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung: 16.02.2007, 109158, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 26.10.2006, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 08.03.2007;
TV-Erstsendung (DE FR): 09.01.2010, Arte

Awards

Adolf-Grimme-Preis 2009
  • Adolf-Grimme-Preis, Darsteller
  • Adolf-Grimme-Preis, Regie
  • Adolf-Grimme-Preis, Drehbuch
Verband der deutschen Filmkritik 2008
  • Preis der deutschen Filmkritik 2007, Bestes Drehbuch
Deutscher Filmpreis 2007
  • Lola, Beste Nebendarstellerin