Merry Christmas

Frankreich Deutschland Großbritannien Belgien Rumänien 2004/2005 Spielfilm

Summary

The beginning of the First World War brings together the lives of three people in a highly dramatic way. In 1914, the German Star-Tenor of the Berlin Opera, Nikolaus Sprink, goes to the western front, leaving his big love and singing partner Anna Sörensen behind. At the same time, the Scottish vicar Palmer and the French lieutenant Audebert enter the war. All three are to witness and take part in an unique encounter with enemy troops during Christmas Eve. One which counterpoises the complete senselessness of the war. The film is based on a true event.

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Winter 1914 in Nordfrankreich, erbitterter Stellungskampf an der Westfront des Ersten Weltkriegs. Britische, französische und deutsche Soldaten verlassen am Ersten Weihnachtstag die Schützengräben und verbrüdern sich nur für diese „Heilige Nacht“, um gemeinsam das Fest des Friedens und der Freude zu feiern. Ermöglicht hat dies die Stimme des Berliner Tenors Walther Kirchhoff, die ein französischer Offizier im gegenüberliegenden Graben erkannte, hatte er ihn doch in der Pariser Oper als Rigoletto erlebt.

Im Niemandsland zwischen den Fronten werden ein Feldgottesdienst zelebriert, Familienfotos ausgetauscht, Champagnerflaschen entkorkt und Verpflegungspakete ausgetauscht, ja es gibt sogar ein kleines Fußballspiel. Und einer der Soldaten, ein renommierter Tenor, steuert besinnliche Lieder zur weihnachtlich-friedlichen Stimmung bei, die noch das Herz es rauesten Landsers erweichen.

Ein Märchen? Nein: Christian Carions Film „Merry Christmas“ beruht auf wahren Ereignissen. Der in Cambray, an der Grenze zu Flandern als Bauernsohn geborene Regisseur wuchs inmitten der Grabstätten des Ersten Weltkriegs auf. Als er Yves Buffetauts Buch „Bataille de Flandres et d’ Artois“ gelesen und darin die Schilderung der Verbrüderung von Soldaten, die kurze Zeit zuvor noch aufeinander geschossen hatte, fand, gab es für ihn nur ein Ziel: Die Verfilmung dieser heute so gut wie unbekannten Episode.

Nach jahrelangen aufwendigen Recherchen, zu denen auch Gespräche mit dem letzten Augenzeugen, Alfred Anderson, der inzwischen im Alter von 109 Jahren in einem schottischen Altenheim gestorben ist, gehörten, ist eine internationale Großproduktion unter französisch-belgischer Federführung und mit deutscher, englischer und rumänischer Beteiligung entstanden. Sie beleuchtet die historisch verbrieften Ereignisse aus der Sicht einer Handvoll Protagonisten aus den beteiligten Lagern der „Erbfeinde“, die – rein zufällig – in Lens aufeinandertreffen.

Da sind zum einen zwei Brüder in Schottland, die sich bei Kriegsausbruch freiwillig zu den Fahnen melden. Sie werden begleitet von Priester Palmer, der mit seinem Gott hadert und bewusst den Weg in die Lebensgefahr wählt. Da ist zum anderen der französische Leutnant Audebert, der sich vom Krieg vor allem die Chance verspricht, Karriere zu machen. Sein Vater ist General und bietet ihm einen Posten im sicheren Hinterland an, aber er will bei seinen Männern bleiben, auch wenn der Artilleriebeschuss mörderisch ist und seine Truppe bei einem Sturmangriff auf die deutschen Linien einen hohen Blutzoll zahlen musste.

Gerade hat der Berliner Startenor Nikolaus Sprink zusammen mit seiner nicht weniger populären Freundin, der dänischen Sopranistin Anna Sörensen auf den Brettern, die beiden die Welt bedeuten, gestanden, da wird er zum Militär eingezogen. Und sie begleitet ihn, als einzige Frau, nicht nur bis in die vordersten Stellungen, sondern auch in die französische Kriegsgefangenschaft. Und da ist noch der deutsche Oberleutnant Horstmayer, der sich als Jude – und damit als Außenseiter in der Truppe – besondere Zynismen meint leisten zu müssen. Und sich aus Pflichtbewusstsein erst ’mal gegen die sich anbahnende Verbrüderung der Kriegsgegner wehrt, bevor er sich von der besonderen Atmosphäre anstecken lässt und in einem Akt von Zivilcourage den gegnerischen Soldaten Schutz vor der eigenen Artillerie in „seinem“ Schützengraben offeriert.

Christian Carion ist, nicht zuletzt dank seines 1945 in Brügge geborenen Kameramanns Walther Vanden Ende, ein beeindruckender Film gelungen, ein Melodram, das, besonders wenn die bekannten Weihnachtslieder aus harten Landserkehlen erklingen, die Grenze zum Kitsch erreicht, aber nicht überschreitet. Sat 1 sorgte am 24. Dezember 2008 für die TV-Erstausstrahlung.

Pitt Herrmann

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Cast

Production company

All Credits

Director

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Set design

Costume design

Audio mixing

Production company

in association with

Executive producer

Original distributor

Shoot

    • August 2004 - November 2004: Schottland, Rumänien, Frankreich, Berlin [Ab Ende August]
Duration:
3152 m, 115 min
Format:
35mm
Video/Audio:
Farbe, Ton
Screening:

Uraufführung (FR): 15.05.2005, Cannes, IFF - außer Konkurrenz;
Kinostart (FR): 09.11.2005;
Kinostart (DE): 24.11.2005

Titles

  • Originaltitel (DE) Merry Christmas
  • Originaltitel (FR) Joyeux Noël

Versions

Original

Duration:
3152 m, 115 min
Format:
35mm
Video/Audio:
Farbe, Ton
Screening:

Uraufführung (FR): 15.05.2005, Cannes, IFF - außer Konkurrenz;
Kinostart (FR): 09.11.2005;
Kinostart (DE): 24.11.2005

Awards

Academy Awards 2006
  • Nominierung, Bester fremdsprachiger Film
IFF Valladolid 2005
  • FIPRESCI-Preis