August Diehl erhält beim 40. Braunschweig International Film Festival (BIFF) DIE EUROPA

Das Braunschweig International Film Festival (BIFF) feiert seine 40. Ausgabe mit starken Filmen, spannenden Gästen und zahlreichen Sonderveranstaltungen. Der international bekannte Schauspieler August Diehl erhält den mit 25.000 Euro höchstdotierten Preis DIE EUROPA.

 

In diesem Jahr gibt es beim 40. Braunschweig International Film Festival (BIFF) gleich mehrere Anlässe zum Feiern. Das BIFF feiert seine 40. Ausgabe und läutet dies mit einem fulminanten Eröffnungsfilmkonzert ein. Der Musicalfilm "La La Land" feiert passend dazu dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag und wird bei der Eröffnung des Filmfests gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig als Deutschlandpremiere "La La Land in Concert" präsentiert.

Passend zur ausgelassenen Stimmung vom Eröffnungsfilmkonzert möchte das BIFF in diesem Jahr die positiven Seiten unserer Welt in den Mittelpunkt rücken. Die Filmreihe Internationale Dokumentarfilme steht in diesem Jahr unter dem Motto "Filme, die Mut machen". Zu diesen krisengeschüttelten Zeiten möchte das BIFF Menschen zeigen, die sich nicht mit der Situation abfinden, sondern kämpfen – ums Überleben, um ein besseres Leben, um ihre Rechte, um Veränderung. In diesen Dokumentationen stehen die Mutmacher*innen der Gesellschaft im Fokus.

"Besonders zur jetzigen Zeit ist es wichtig, die positiven Ereignisse und die Menschen, die diese bewirken, zu beleuchten. Wir wollen diesen Mutmacher*innen dieses Jahr eine Bühne geben und damit auch andere ermutigen, aktiv zu werden", so Karina Gauerhof, Künstlerische Leiterin des Braunschweig International Film Festival.

Mehr als 50 Produktionen umfasst seine Filmografie: August Diehl ist bekannt für seine künstlerische Ernsthaftigkeit, mit der er seinen Figuren eine glaubwürdige Komplexität verleiht. Er hinterlässt durch sein Spiel einen bleibenden Eindruck und beherrscht es wie kein Zweiter, die inneren Konflikte der Figuren nach außen sichtbar zu machen. Für diese Leistung wurde Diehl in diesem Jahr erneut mit dem Deutschen Filmpreis geehrt. Bereits bei seinem Filmdebüt in "23  - Nichts ist so wie es scheint" (Regie: Hans-Christian Schmid), der bereits 1998 auf dem 12. Braunschweig International Film Festival lief, zeigte er sein Können deutlich und erhielt für diese Arbeit ebenfalls den Deutschen Filmpreis. Seit Jahren arbeitet Diehl auch international, sowohl in europäischen als auch in US-Produktionen, wobei z.B. Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" und "Salt" (Regie: Phillip Noyce) zu den bekanntesten zählen.

"August Diehl ist ein beeindruckender Charakterschauspieler, der immer wieder aufs Neue die Zuschauer*innen in seinen Bann zieht. Seine Rollen sind dabei oftmals düster und bringen diese Zerbrochenheit und Melancholie mit, mit denen er schon so viele begeistert hat", so Thorsten Rinke, Vorsitzender des Internationalen Filmfest Braunschweig e.V. Die Festivalbesucher*innen haben die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom Schauspieler zu machen. Am Samstag, den 14. November, um 15:30 Uhr ist Diehl für ein ausgiebiges Filmgespräch vor Ort und wird auch seinen neusten Film "Schöne Seelen" von Tom Schreiber vorstellen, der Ende November in die deutschen Kinos kommen wird. Die EUROPA wird August Diehl noch am selben Abend um 19:30 Uhr bei der Preisverleihung im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig entgegennehmen. Der Hauptsponsor des Festivals, Volkswagen Financial Services (VWFS), stiftet auch in diesem Jahr das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Das Braunschweig International Film Festival geht dieses Jahr in seine 40. Auflage. Ein Grund für den Verein hinter dem Festival, einen Blick in die vergangenen Jahre zu werfen. Mit der Filmreihe "Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest" können sich die Besucher*innen auf eine filmische Rückschau aus den Jahren zwischen 1989 und 2023 begeben. 

In diesem Jahr vergibt das 40. Braunschweig International Film Festival Preisgelder im Gesamtwert von 65.500 Euro. Die Preisverleihung findet am Samstag, den 14. November, um 19:30 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig statt. Die NDR Kultur Moderatorin Muschda Sherzada wird auch in diesem Jahr wieder durch den Abend führen.

Das Festival hat neben den rund 200 Filmen – darunter drei Weltpremieren, zwei europäische Premieren und 46 Deutschlandpremieren – erneut zahlreiche Sonderveranstaltungen zu bieten. Der DIVERSITY SALON lädt erneut zu einem Podiumsgespräch ein. Türkân Deniz-Roggenbuck, von der Agentur Kulturton, und Manja Liehr beschäftigen sich nach der Filmvorführung der Romanverfilmung "Identitti" (Regie: Randa Chahoud) mit der Frage: "Wer entscheidet, wer ich sein darf?" Zudem dient das Podiumsgespräch als Live-Abschlussfolge des Podcasts des Duos "In Ablas Namen. Amen".

Identität ist ebenfalls ein Thema im Panaltalk, am Donnerstag, den 12. November. Um 17:15 Uhr wird im Roten Saal, anschließend an die Filmvorführung von WHAT’S UP EXTREMISTS!, in Kooperation mit dem Verein für sexuelle Emanzipation e.V., der Talk "Gründe für eine Flucht ins Exil und für oder gegen das Leben in Deutschland" stattfinden. Die Kernfrage: Ist Deutschland noch als Zielland erstrebenswert, oder verwandelt sich das Land selbst auch in einen Startpunkt zur Flucht? Dies wird im Hinblick auf die Diskriminierung und Unterdrückung nicht heteronormativer Lebensweisen diskutiert.

Quelle: www.filmfest-braunschweig.de