Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Cast
- Oberleutnant Nicole Ziegler
- Hauptmann Kosak
- Oberst Lonsky
- Philipp
- Feldwebel Werner Malinckrodt
- Feldwebel Marco Bogner
- Dolmetscherin Noëlle
- Johanna
Production company
Producer
All Credits
Director
Assistant director
Script supervisor
Screenplay
Story
Director of photography
Assistant camera
Clapper loader
Set design
Prop master
Make-up artist
Costume design
Editing
Assistant editor
Sound design
Sound
Foley artist
Audio mixing
Casting
Cast
- Oberleutnant Nicole Ziegler
- Hauptmann Kosak
- Oberst Lonsky
- Philipp
- Feldwebel Werner Malinckrodt
- Feldwebel Marco Bogner
- Dolmetscherin Noëlle
- Johanna
Production company
in association with
Commissioned by
Producer
Producer (TV)
Executive producer
Unit production manager
Location manager
Shoot
- 18.10.2009 - 27.11.2009: Port St. Johns, Kapstadt und Umgebung
Duration:
90 min
Format:
16:9
Video/Audio:
Farbe, Stereo
Screening:
Uraufführung (DE): 28.06.2010, München, Filmfest;
TV-Erstsendung (DE): 18.10.2010, ZDF
Titles
- Originaltitel (DE) Kongo
Versions
Original
Duration:
90 min
Format:
16:9
Video/Audio:
Farbe, Stereo
Screening:
Uraufführung (DE): 28.06.2010, München, Filmfest;
TV-Erstsendung (DE): 18.10.2010, ZDF
Awards
Filmfest München 2010
- Bernd Burgemeister Fernsehpreis
Comments
You have seen this movie? We are looking forward to your comment!
Login or register now to write a comment.
Ziegler und Malinckrodt sollen den Tod des deutschen Soldaten René Wenz aufklären, der sich offenbar in der Bar des Feldlagers erschossen hat. Tatsächlich deutet zunächst alles auf Selbstmord hin: Wenz kam mit den desolaten, nicht beherrschbaren Verhältnissen in dem schwarzafrikanischen Krisengebiet nicht klar, zudem wollte ihn offenbar seine Frau Johanna verlassen. Doch die erfährt erst durch Nikkis Anruf vom Tod ihres Gatten. Das Handy des Toten ist verschwunden und bald reiht sich eine Merkwürdigkeit an die andere. Argwöhnisch beobachtet von Hauptmann Kosak und zwei jungen Feldwebeln, Marco und Philipp, beide Freunde des Toten, setzt Nikki ihre Ermittlungen fort und stößt mit Hilfe der in Köln geborenen Sprachmittlerin Noelle, die jetzt bei ihrer Familie in Bukavu wohnt, auf immer mehr Widersprüche zur offiziellen Sprachregelung im deutschen Camp.
Als sie das völlig verdreckte Handy Renés im Müll findet, stößt Ziegler auf Bilder und Sprachfetzen, die auf ein Verbrechen hinweisen. Nun wird es selbst dem Kommandeur der Truppe, Oberst Lonsky, der sich immer hinter ihre Ermittlertätigkeit gestellt und vor allzu forschen Kritikern in Schutz genommen hat, mulmig: Haben deutsche Soldaten einen Einheimischen erschossen? Die Tat soll in einem von den „Alligator-Boys“ beherrschten Gebiet geschehen sein, unweit einer inzwischen zerstörten Schule für sechzig Kinder, die einmal mit europäischen Mitteln errichtet worden war.
Hier soll ein gewisser Captain Crocodile das Sagen haben und über ein ganzes Bataillon minderjähriger Kindersoldaten herrschen, die die einheimische Bevölkerung terrorisieren – unter den Augen der machtlosen deutschen Soldaten. Nikki lässt sich nicht beirren und startet auch ohne ihren hasenfüßigen Ermittler-Kollegen Werner ein Himmelfahrtsunternehmen. Als der Konvoi bei einbrechender Dunkelheit in einen Hinterhalt gerät, schwebt auch sie in Lebensgefahr...
„Kongo“ handelt zwar von einem fiktiven Auslandseinsatz der Bundeswehr, dieser findet jedoch im sehr real heiß umkämpften Ostkongo statt, in der Provinz Bukavu. In den Bürgerkrieg greifen immer wieder Soldaten aus dem benachbarten Ausland ein, und das weitgehend an der Weltöffentlichkeit vorbei. Es geht um Stammesfehden, vor allem aber um Bodenschätze wie Gold, Silber und Eisenerz sowie um Edelmetalle, die für neue Kommunikationstechniken bedeutend sind. „Hier gibt es keine Regeln“ erläutert die „Sprachermittlerin“ genannte Dolmetscherin Noelle, „das hier ist Krieg“ resümiert Oberst Lonsky: Dieser „Kongo“ ist nach westlichen Maßstäben nicht regierbar.
Gedreht in Südafrika könnte das Film-Bukavu überall in der Dritten Welt liegen: Alexander Adolph und Peter Keglevic offenbaren die Sinnlosigkeit, häufig gar Kontraproduktivität sogenannter Schutztruppen-Einsätze (hießen unsere Soldaten zu deutschen Kolonialzeiten nicht auch so?). Und konstatieren ganz ohne erhobenen moralischen Zeigefinger, dass deutsches Recht sich unter diesen Bedingungen nicht nur nicht durchsetzen lässt am anderen Ende der hier gänzlich unzivilisierten Welt, sondern einfach ignoriert wird. Weshalb Nikki und Werner von Anfang an auf verlorenem Posten standen...
„Kongo“ ist ein mutiger, weil keine unerwünschten Wahrheiten scheuender Polit-Film mit Thriller-Qualitäten, der in allen Protagonisten-Rollen glänzend besetzt ist. Was auch für Florence Kasumba als Noelle gilt: Die 1976 in Kampala/Uganda geborene, in Essen aufgewachsene und im holländischen Tilburg auch zur Sängerin und Tänzerin ausgebildete Schauspielerin stand zuvor in zahlreichen Musical-Produktionen quer durch die Republik auf den Brettern.
Pitt Herrmann