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All Pictures (5)Credits
Director
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Theresa
- Schwester Ursula
- Freddie
- Pfarrer Strobel
- Margot Tägermoos
- Dame in schwarz
- Roswitha Ellenrieder
- Pirmin
- Klara
- Novizin
Production company
Producer
All Credits
Director
Assistant director
Script supervisor
Co-author
Director of photography
Assistant camera
Clapper loader
Gaffer
Key grip
Set design
Prop master
Construction manager
Make-up artist
Costume design
Editing
Assistant editor
Sound
Sound assistant
Foley artist
Audio mixing
Music
Cast
- Theresa
- Schwester Ursula
- Freddie
- Pfarrer Strobel
- Margot Tägermoos
- Dame in schwarz
- Roswitha Ellenrieder
- Pirmin
- Klara
- Novizin
- Reichenauer
- Erich Tägermoos
- Johannes Sellheim
- Empfangsdame
- Kellnerin
- Französische Zöllnerin
- Französischer Zöllner
- Pilgerin
- Pilger
- Pilgerin
- Pilger
- Pilgerin
- Pilger
- Pilgerin
- Pilger
- Pilger
- Pilgerin
- Pilgerin
- Pilgerin
Production company
in co-production with
Producer
Co-Producer
Producer (TV)
Line producer
Unit production manager
Location manager
Production manager
Original distributor
Shoot
- 18.05.1992 - 26.06.1992: Konstanz und Umgebung (BRD + CH)
Duration:
2368 m, 86 min
Format:
35mm, 1:1,66
Video/Audio:
Fujicolor
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung (DE): 24.11.1992, 68800, ab 12 Jahre, feiertagsfrei
Screening:
Erstaufführung (DE): 29.10.1992, Hof, Internationale Filmtage;
TV-Erstsendung (DE): 08.02.1995, West 3
Titles
- Originaltitel (DE CH) Probefahrt ins Paradies
Versions
Original
Duration:
2368 m, 86 min
Format:
35mm, 1:1,66
Video/Audio:
Fujicolor
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung (DE): 24.11.1992, 68800, ab 12 Jahre, feiertagsfrei
Screening:
Erstaufführung (DE): 29.10.1992, Hof, Internationale Filmtage;
TV-Erstsendung (DE): 08.02.1995, West 3
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Mit Verspätung geht die Fahrt freilich auch deshalb los, weil auch der junge Pfarrer Strobel erst auf den letzten Drücker aus den Federn gekommen ist. Der sich so modern gebende Geistliche raucht nicht nur an allen möglichen und unmöglichen Orten und hört ungeniert lautstarke Pop-Musik, sondern hat auch seine attraktive Freundin Theresa geschwängert, die sich – inzwischen im neunten Monat – dem Bus in den Weg stellt, um eine Entscheidung zu erzwingen: Strobel soll sich für sie und sein kurz vor der Geburt stehendes Kind entscheiden und damit gegen seinen Beruf – und seine Berufung.
Theresa wird kurzerhand mitgenommen, damit es endlich los gehen kann. Denn die im Bus wartende, sich alsbald als bigott herausstellende Gesellschaft wird ungeduldig: Eine alte, sich vornehm gebende Dame in Schwarz, Wendelgard von Baldini (Inge von Ambesser), führt die Überreste des verstorbenen Gatten in der Urne mit sich. Mit Erich und Margot Tägermoos hofft ein schon älteres, leider immer noch kinderloses Paar auf Hilfe der Heiligen Mutter Gottes in Südfrankreich, wobei die Frau einem Seitensprung mit dem dicklichen Apotheker und alleinstehenden Kommunalpolitiker Johannes Sellheim nicht abgeneigt wäre.
Fräulein Roswitha Ellenrieder, eine ganz Fromme, treibt es nachts im Bett mit ihrem Adoptivsohn Pirmin in Ermangelung anderer Wärmequellen und der Busfahrer entpuppt sich bei einer ungeplanten, aufgrund der späten Abfahrt notwendig gewordenen Zwischenübernachtung in einem Schweizer Hotel als wahrer Hallodri, der nichts auslässt. Zuvor waren bereits auf dem Oberdeck der Autofähre nach Konstanz sowie bei einem Zwischenstopp in einem Gasthof Versuche von Schwester Ursula gescheitert, Theresa mit Geld zu bestechen, damit sie die fromme Pilgerschar unauffällig vor der Schweizer Grenze verlässt, den jungen Pfarrer nicht weiter bedrängt und das Kind ohne weitere Ansprüche an den Vater zur Welt bringt.
Ganz im Gegenteil: Nach dem Tod Wendelgard von Baldinis, deren Körper nun im Sarg auf dem Dach des Busses gen Lourdes rollt, sitzen Pfarrer Strobel und Theresa ganz ungeniert nebeneinander…
Blasphemisch ginge ja noch, aber schlüpfrig bis zur Peinlichkeit? „Pilgerreport“ hätte der 1958 in Zürich geborene Douglas Wolfsperger sein B-Picture der Machart „Schulmädchenreport“ nennen sollen. Das nicht in die im August 1994 gestartete erste Staffel der ARD-Reihe „Wilde Herzen“ mit zehn „gefühlsechten“ Filmen, „die mitten ins Herz und unter die Haut gehen“, so das Presseheft, gehört. Sondern viel eher in die damalige Samstagnacht-Softpornoecke der Kommerzkanäle.
Dass Schauspieler wie Barbara Auer, Christiane Hörbiger und Axel Milberg solch hanebüchenen Unsinn mitgemacht haben, bleibt ein Rätsel. Auch wenn es eine Handvoll Szenen gibt, die in Ansätzen verraten, wie man das Roadmovie seriöser und dabei dennoch komödiantisch hätte angehen können. Zum Auftakt der zweiten „Wilde Herzen“-Staffel im November 1996 gabs übrigens Sherry Hormanns „Frauen sind was Wunderbares“ mit einer großartigen Barbara Auer, die gleich zwei Männern den Kopf verdreht.
Pitt Herrmann