Menschen am Sonntag

Deutschland 1929/1930 Spielfilm

Summary

People On Sunday

A completely normal summer day in Berlin in 1929: life pulsates, the city vibrates full of energy, there is action all around. As though it were coincidence, the viewer gains insight into the lives of different residents of the metropole, and follows them through their everyday activities, their work, their free time. A young man waiting at a streetcorner for his dark-haired girlfriend. A taxi driver, Erwin, and his wife and their triste domestic existence. On Sunday, Berlin is as empty as a ghost town. It seems as though everyone flees to the countryside, the train stations are packed. Erwin meets up with the young man and his female companions, who are on their way to a nearby lake. The two men know each other and decide to make the excursion all together. The young man′s intense flirting with his girlfriend′s friend arouses jealously in his girlfriend, especially when he arranges a date with her for the following Sunday. Erwin reminds him that they already have plans to play football next Sunday. When Erwin returns home, he finds his wife just as he left her, asleep.

Source: German films Service & Marketing GmbH

 

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Falk Schwarz
Das kleine Glück am Wannsee
„Ein Taxi-Chauffeur, ein Weinreisender, ein Ladenmädel, eine Filmkomparsin und ein Mannequin. Was passiert? Nichts? Nichts passiert.“ - so bewarb die UFA bei der Premiere im Theater am Kurfürstendamm in Berlin 1929 diesen Film. Doch aus diesem Nichts entsteht etwas eigenartig Besonderes! Es war ein Wagnis, einen Stummfilm zu drehen, der keine Stars will, der fast ohne Zwischentitel auskommt und in einer wilden Collage das Leben einer Großstadt einfängt. Hier gibt es keine Ateliers, keine Rückpro, keine Kulissen. Cinema pur! Das Leben am Sonntag in Berlin - S-Bahnen sausen kreuz und quer durch das Bild, die Autos rollen über Asphaltstraßen, die sich wie breite Bänder durch die Stadt ziehen, das Licht dieses Tages spiegelt sich in Pfützen, in Fenstern, auf der Wasseroberfläche. Wir sehen uns hinein in die Gesichter von vier jungen Menschen, die am Wannsee ein kurzes Glück suchen, sich verlieben, mit einander tändeln, Enttäuschungen erleben. So wie die Großstadt auch am Sonntag in Bewegung bleibt, so sind auch die Paare ständig in Aktion - sie tollen im Wasser, liegen zärtlich auf dem Sand und als ein Paar sich zu einer Umarmung entschließt, fährt die Kamera diskret hinauf zu den Baumwipfeln. Das Mädchen erwacht aus ihrer Trance in einer Mischung aus Schuld, Bestürzung, Freude und Glück. Die Kamera “sieht“ alles - Details, Gesichter, Zäune, Häuser, Autos - was eine Großstadt ausmacht und dem Film zu einem inneren Spannungsbogen verhilft. Hier spielen Menschen, die „nach dem Film wieder ihren Berufen nachgehen“. Es ist das Geschick von Regisseur Robert Siodmak und Kameramann Eugen Schüfftan, diese Bilderrevue so zu verdichten, dass der Zuschauer hineingezogen wird in diesen „Sonntag in Berlin“ - in den filmischen Rhythmus, in seine Tiefe und Emotionalität. Billie Wilder, Edgar J. Ulmer, Schüfftan und Siodmak wurden über Nacht weltberühmt und waren nicht mehr nur Namen im großen Filmeinerlei, sondern diejenigen, die „Menschen am Sonntag“ gedreht hatten.

Credits

All Credits

Shoot

    • 10.07.1929 - 11.12.1929: Berlin und Umgebung (Wannsee)
Duration:
6 Akte, 2014 m
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, stumm
Screening:

Uraufführung (DE): 04.02.1930, Berlin, U.T. Kurfürstendamm;
Aufführung (CH): 09.06.1939, Basel, Internationale Filmwoche "Le bon film";
TV-Erstsendung (DE): 21.09.1961, ARD

Titles

  • Originaltitel (DE) Menschen am Sonntag

Versions

Original

Duration:
6 Akte, 2014 m
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, stumm
Screening:

Uraufführung (DE): 04.02.1930, Berlin, U.T. Kurfürstendamm;
Aufführung (CH): 09.06.1939, Basel, Internationale Filmwoche "Le bon film";
TV-Erstsendung (DE): 21.09.1961, ARD

Formatfassung

Duration:
58 min bei 25 b/s
Format:
Video, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, stumm
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 14.03.1996, 74922 V, ohne Altersbeschränkung

Verleihfassung

Duration:
74 min bei 25 b/s
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, Mono
Screening:

TV-Erstsendung (DE FR): 16.11.2000, Arte