Summary
Bloody Weekend
Dean dreams of being a successful author of thrillers and having lots of money, a beautiful woman and a little house on an island in the South Pacific. But up to now, he has only made it as a property manager of a holiday camp in the mountains.
He is not really committed, mixes up the reservations, and hardly takes care of his duties. At a rather dull party, he meets Romy, an attractive psychology student. Quickly, they become very close and leave the boring party and go to one of the holiday houses in the camp. Dean thinks that the house will be vacant for the coming days. They spend the night together.
Ed Novak′s career as a gangster was abruptly ended by a terrible "accident", which confined him to a wheel-chair. He now specializes in planning raids, and his collaborators Toby, Alex and Rochus carry out the work for him. The three men raid a betting office, not knowing that one of the customers is the powerful gangster Honcek, who has manipulated a horse race and now wants to place a high bet for this race. Suddenly, the police arrive, a gun-battle ensues and, in the hail of bullets, Toby jumps into the car with Alex, leaving Rochus behind.
Once again, Dean has overslept. When he makes up, Romy is already gone. Instead, Ed, Toby and Alex are sitting in the remote house in the mountains - an ideal place to escape. Unfortunately, they are not only being chased by the police, but also by Honcek. And there is one thing that Dean does not yet know: Romy has given Rochus, who was hitchhiking, a lift in her car.
Source: German films Service & Marketing GmbH
Comments
You have seen this movie? We are looking forward to your comment!
Login or register now to write a comment.
Dieser Dean Bender ist ein rechter Sunnyboy. Er verdingt sich als „Verwalter“ einer wunderschön gelegenen Ferienhaus-Siedlung am Semmering, um Zeit für seine schriftstellerischen Ambitionen zu haben. Naturgemäß sehr zum Verdruss seines Chefs (spießiger Kleinbürger mit Pepita-Hut: Peter Matic), Inhaber von Ballards Ferienparadies. Denn für körperliche Tätigkeit scheint Dean nur in einem speziellen Sinn geeignet zu sein – für One-Night-Stands mit attraktiven jungen Frauen in gerade freien Ferienwohnungen. Als er 'mal wieder nach einer solchen Nachtschicht – mit der hübschen französischen Philosophiestudentin Romy, die noch eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen wird – völlig verschlafen und ebenso verspätet seinen Dienst antreten will, findet er seine Lagerstatt von Gangstern umgeben, deren Boss Ed Novak am Vortag die Wohnung gemietet hatte – als Ruhequartier nach einem Wettbüro-Überfall.
So exakt Ed, ein an den Rollstuhl gefesselter Trafikant in Wien, den Coup mit seiner vierköpfigen Gang Alex, Rochus, Toby und Chris auch geplant hat – der Überfall geht in die Hose. Weil er dem „Paten“ der Donaumetropole in die Quere kommt, dem Autohändler Paul Honcek. Der ist dick drin im Wettgeschäft auf der Galopprennbahn Freudenau, weil er die Favoriten auszuschalten weiß mit kleinen Attacken auf die Pferde oder ihre Pfleger. So kann er ruhigen Gewissens eine Millionensumme auf einen klaren Außenseiter setzen. Doch als er gerade mit besagtem Einsatz im Wettbüro anlangt, wird dieses durch Eds Gang gestürmt. Die ballert sich, unter den Augen amerikanischer Touristen, die sich im Wiener Stadtrundfahrtbus wie in Chicago fühlen, den Weg frei – bis auf Rochus, der mit Honceks Koffer allein das Weite suchen muss.
Ed Novak gegen Honcek – das kann nicht gut gehen. Ist es schon in der Vergangenheit nicht: Ed sitzt im Rollstuhl, weil er einst Honceks Geld unterschlagen hatte und von dessen Leuten, zu denen auch das damalige Bochumer Schauspielhaus-Ensemblemitglied Marquard Bohm gehört, von einer Brücke gestürzt wurde. So muss sich Dean, der über den Balkon und das Dach entkommen ist, ein neues Quartier suchen und findet es in einem Verschlag im Obergeschoss des gleichen Ferienhauses. Wo er alles mitbekommt, was zu ebener Erde abläuft. Dean notiert sich Namen, Anschriften und Rufnummern und beginnt mit einem mörderischen Spiel: Übers Handy sät er Unfrieden in den Gangs, nutzt die Rivalität der Gangster untereinander und sorgt schließlich für einen blutigen finalen Showdown der Bosse Honcek und Nowak...
„Kaliber Deluxe“ ist abgefahrenes Austria-Genrekino im besten Sinne, also in der Tradition von „Indien“ und „Hinterholz Nummer 8“, mit tollen Landschaftsaufnahmen, ungewöhnlichen Perspektiven, Ganz-Nah-Einstellungen und explosiv-suggestiver, subjektiver Kamera. Dazu ein spezieller österreichischer Humor, der den brutal-realistischen Szenen die Spitze nimmt. Die TV-Erstausstrahlung war am 3. Oktober 2002 im ORF, ein deutscher Sendetermin ist mir nicht bekannt.
Pitt Herrmann