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Hab' mich lieb!

Deutschland 1942 Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

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Falk Schwarz
Kokett und prüde
Witzig, wenn eine begabte Tänzerin sich gekonnt verstolpert wie Marika Rökk in der Eingangsequenz, wo jeder weiß: lange geprobt, mehrfach gedreht - bis es letztlich stimmt. Aber die Art wie die Rökk aus dem Tritt kommt, einige Clownerien abliefert und dann doch wieder hineinfindet in den Takt und mit schneller Beinarbeit den albernen Sänger irritiert, das hat etwas. Auch die Dialoge können sich sehen lassen: „Am liebsten würde ich sterben“, sagt die Rökk affektiert. Darauf er: „Aber doch nicht im Treppenflur. Da zieht‘s doch so.“ Staal und Rökk können sich auf dem Bahnhof nicht einigen. Sie klappt das halbe Abfahrtsschild herunter, er das halbe Ankunftsschild hoch. So sehen sie sich und sehen sich doch nicht. Schnippisch und störrisch kann die Rökk sein und dann wieder lächeln, dass jedes Eis schmilzt. Kokett ist sie und gleichzeitig zeitgemäß prüde. Abendessen in einem Zimmer mit dem schon Erkannten - aber sie bleibt hinter den Bettvorhängen. Was sagt sie zu ihrem Ägyptologen (Viktor Staal)? „Das Leben könnte so schön sein - wenn es schöner wäre.“ Ein solcher Satz hatte mitten im Krieg Detonationswirkung. Auch musikalisch kann sie etwas. Sie pfeift kess das Thema „Wenn ein junger Mann kommt“ aus ihrem Film „Frauen sind doch bessere Diplomaten“. In diesem zweiten Film scheint sich Regisseur Harald Braun noch nicht sicher, was denn eigentlich seine Stärken sind. Die Revuesequenzen sind bis auf die erste einfach nur üblich. Der Witz dieses Films, der sich leider in der zweiten Hälfte weitgehend verliert, ist eher die Situationskomik: wie zum Beispiel das Paar Rökk/Brausewetter in der Drehtür hängenbleibt und die Liebeserklärung nicht funktioniert. Das Happyend lässt nicht auf sich warten - die Rökk singt in der letzten Revue ihren Liebsten an, der sich in einem hohlen Baum in der Kulisse versteckt hat. Netter Einfall. Aber auch wenn sich alle kriegen - die Frauen treten von der Bühne ab und werden „starr vor Eheglück“ (Witte). Was für eine Perspektive!

Credits

Director

Director of photography

Editing

Music

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Director of photography

Optical effects

Production design

Costume design

Editing

Choreographer

Music

Lyrics

Cast

Line producer

Location manager

Shoot

    • 15.06.1942 - Juli 1942: Berlin
Duration:
2707 m, 99 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Ton
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 02.12.1942, B.58100, Jugendverbot;
FSK-Prüfung (DE): 04.10.1983, B 341, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 08.12.1942, Berlin, Stella-Palast

Titles

  • Originaltitel (DE) Hab' mich lieb!

Versions

Original

Länge:
2707 m, 99 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 02.12.1942, B.58100, Jugendverbot;
FSK-Prüfung (DE): 04.10.1983, B 341, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 08.12.1942, Berlin, Stella-Palast