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Frauen sind doch bessere Diplomaten

Deutschland 1939-1941 Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

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Falk Schwarz
"Stoff schlecht, Farbwirkung gut"
Der erste abendfüllende deutsche Farbfilm. Fünf Monate Drehzeit in Berlin, zwei Monate Nachaufnahmen, weil einer der Darsteller nach England „ausgereist“ war. 2,8 Millionen Reichsmark Herstellungskosten, 22facher Rohfilmverbrauch über der Kinolänge, gefilmt auf Agfa Negativmaterial von 10/10° DIN (heutige Empfindlichkeit 20fach höher). Im Studio wurde eine derartige Beleuchtungsstärke benötigt, dass die Schminke auf den Gesichtern in Strömen herunterlief. „Licht, Licht und nochmals Licht“ (Beyer/Koshofer). Und warum das Ganze? Nazi-Propagandaminister Goebbels wollte Hollywood zeigen, dass die Deutschen auch Farbfilme herstellen können. Jetzt also die Story. Wo ist sie? Sie ist so winzig, dass sie sich kaum erzählen lässt. (Hans Georg Külb schrieb, der spätere Heimatfilmschnulzier Gustav Kampendonk assistierte). Marika Rökk steht im Mittelpunkt. Sie sieht hübsch aus, herzig sogar, aber auch kalt. Sie verehrte Hitler, liess sich mit dem Regime ein, nahm alle Vorteile wahr, die die Nazis ihr boten. Sie fragt Willi Fritsch im Film: „Warum sind sie nicht tätowiert?“ (Richtige Männer sind tätowiert...). Nächster Hieb: “Sie können einer Frau doch nicht gefährlich werden!“ Fritsch schaut so, wie man nach einem solchen Satz schaut: dämlich und sprachlos. Hatte die Rökk Paprika im Blut? Eher nur Spuren von Capsaicin. Willy Fritsch ist schon wieder zu alt für die Rolle, sein Charme so pappig wie Puffreis. Regisseur Georg Jacoby, seit 1940 mit der Rökk verheiratet, konzentrierte sich auf die Revueszenen. Mal Walzer auf der Wiese, mal Kastagnettengeklapper vor spanischer Kulisse. Nicht schlecht getanzt, keine schlechten Kostüme (trotz Krieg), puppenhaftes Biedermeier. Vor allem aber: es gab Farbe. Farbe war eine Sensation. Der Film spielte das Doppelte seiner Herstellungskosten herein. Goebbels notierte in seinem Tagebuch: „Stoff schlecht, aber Farbwirkung gut“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Music

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Screenplay

Co-author

Director of photography

Assistant camera

Still photography

Production design

Make-up artist

Costume design

Music

Vocals

Lyrics

Cast

Line producer

Location manager

Original distributor

Shoot

    • 24.07.1939 - August 1940: Bad Homburg, Schloßpart Babelsberg, Außengelände der Ufastadt Babelsberg; Ufastadt Babelsberg
Duration:
2611 m, 95 min
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
Agfacolor, Tobis-Klangfilm
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 09.10.1941, B.55730, Jugendverbot

Screening:

Uraufführung (DE): 31.10.1941, Berlin, U.T. Turmstraße;
Uraufführung (DE): 31.10.1941, Berlin, Capitol

Titles

  • Originaltitel (DE) Frauen sind doch bessere Diplomaten

Versions

Original

Länge:
2611 m, 95 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
Agfacolor, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 09.10.1941, B.55730, Jugendverbot

Aufführung:

Uraufführung (DE): 31.10.1941, Berlin, U.T. Turmstraße;
Uraufführung (DE): 31.10.1941, Berlin, Capitol

Prüffassung

Länge:
2477 m, 91 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
Farbe, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 31.10.1996, 00490, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Länge:
2552 m, 93 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
Agfacolor, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 22.11.1949, 00490, Jugendfrei / nicht feiertagsfrei

Awards

1941
  • Prädikat: Volkstümlich wertvoll