La Kermesse héroïque

Frankreich Deutschland 1935 Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

Inhalt

1616 bereitet man sich im flämischen Boom auf das Kirchweihfest vor. Da kündigt der spanische Botschafter an, mit seinen Truppen in der Stadt Quartier zu nehmen. Aus Angst vor Gräueln der Besatzer stellt sich der Bürgermeister einfach tot – sehr zur Empörung seiner Gattin. Sie überzeugt die Frauen Booms davon, dass es sinnvoller ist, die Soldateska als Gäste zu empfangen und damit versöhnlich zu stimmen. Während sie den herzoglichen Botschafter charmiert, nutzen ihre Mitbürgerinnen die fröhliche Kirmes zu manchem Techtelmechtel mit dessen Offizieren. Hilflos muss der totgesagte Bürgermeister miterleben, dass die Fraternisierung der Frauen Erfolg hat. 

In Co-Produktion mit Hitler-Deutschland entstanden stieß der Film in Belgien und Frankreich wegen der propagierten "Beschwichtigungspolitik" auf Kritik. Uneingeschränktes Lob fand neben der Hauptdarstellerin Françoise Rosay die prachtvolle Ausstattung des Films, die sich an der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts orientierte. Es gibt eine frische, sexpositiv-feministische Komödie zu entdecken. Für die Restaurierung in 4K konnte man auf ein Duplikatpositiv zurückgreifen, das im Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC) aufbewahrt wird.

Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Musik

Darsteller

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Regie-Assistenz

Dialoge

Musik

Darsteller

Produktionsleitung

Länge:
120 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Aufführung:

Uraufführung (FR): 03.12.1935

Titel

  • Schreibvariante (FR) La Kermesse Heroique
  • Originaltitel (FR) La Kermesse héroïque
  • Weiterer Titel (eng) Carnival in Flanders

Fassungen

Original

Länge:
120 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Aufführung:

Uraufführung (FR): 03.12.1935

Restaurierte und digitalisierte Fassung

Länge:
117 min
Format:
DCP
Bild/Ton:
s/w, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): 19.02.2026, Berlin, IFF - Berlinale Classics, ADK am Hanseatenweg

Prüffassung

Länge:
5 Akte, 97 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm

Auszeichnungen

Biennale Venedig 1936
  • Beste Regie
Grand Prix du Cinema Francais 1935