Anneliese Uhlig
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Anneliese Uhlig wird geboren am 27. August 1918 in Essen als Tochter der Opernsängerin Margarethe Maschmann und des Staatsschauspielers Kurt Uhlig. Nach der Trennung der Eltern wächst sie bei der Mutter auf, geht 1937 nach Berlin, nimmt Schauspielunterricht und hat ihren ersten Filmauftritt neben Attila Hörbiger und Lucie Höflich in dem Artistenfilm "Manege". 1938 spielt sie am Schiller-Theater neben Heinrich George in Calderons "Der Richter von Zalamea", geht mit dem Stück auf Europatournee und widmet sich nach ihrer Rückkehr intensiv ihrer Filmkarriere. Zwischen 1939 und 1945 spielt sie in etwa einem Dutzend deutscher Filme moderne, junge Damen, so in den Kriminalfilmen "Der Vorhang fällt", "Verdacht auf Ursula" und neben Paul Klinger in "Kriminalkommissar Eyck".
Ab 1940 ist Uhlig in der Truppenbetreuung tätig, spielt in Fronttheatern in Holland, Frankreich, Polen und der UdSSR. Nach persönlichen Differenzen mit Propagandaminister Goebbels geht sie 1942 nach Italien, spielt dort in italienischen Filmen, unter anderem in Enrico Guazzonis "La Fornarina" mit Lida Baarová. Sie arbeitet als Dolmetscherin für die Familie Mussolini, kehrt 1944 nach Deutschland zurück und ist wiederum als Filmschauspielerin tätig. Sie spielt unter anderem in Karl Antons Kriminalfilm "Ruf an das Gewissen" und Wolfgang Staudtes Liebesfilm "Das Mädchen Juanita", die erst nach Kriegsende fertig gestellt werden.
1945 lernt sie einen amerikanischen Offizier kennen, den sie heiratet. Sie ist zunächst Produzentin und Regisseurin für den US-Special-Service in Salzburg, ab 1946 Auslandskorrespondentin in Italien, Österreich und den USA. In den 1950er Jahren tritt sie in der Bundesrepublik gelegentlich im Film, Theater und Fernsehen auf, 1960-64 ist sie Theaterproduzentin in Alexandria/Virginia, 1963-65 Dozentin für Dramatik und Deutsch an der Universität Bangkok.
In den 1970er Jahren und Anfang der 1980er tritt Uhlig in der Bundesrepublik wieder am Theater und im Fernsehen auf, wo sie nun die ältere Lady spielt, unter anderem in den Fernsehfilmen "Der Monddiamant" und "Der Winter, der ein Sommer war" und neben Heinz Rühmann in "Es gibt noch Haselnusssträucher". In der kurzlebigen deutschen Agentenserie "Okay S.I.R." wird sie in einer Hauptrolle als elegante Chefin der Agentinnen besetzt. Anneliese Uhlig lebt seit 1948 in den USA und ist amerikanische Staatsbürgerin. Sie ist in zweiter Ehe verheiratet mit dem Kunsthistoriker Douglas B. Tucker.
Filmografie
| 1983 |
Es gibt noch Haselnußsträucher Darsteller |
| 1976 |
Der Winter, der ein Sommer war Darsteller |
| 1974 |
Der Monddiamant Darsteller |
| 1974 |
Im Vorhof der Wahrheit Darsteller |
| 1973 |
Sonderbare Vorfälle im Hause von Professor S. Darsteller |
| 1972 |
Das Klavier Darsteller |
| 1956 |
Dany, bitte schreiben Sie Darsteller |
| 1955 |
Von zwölf bis zwölf Darsteller |
| 1955 |
Die Hochzeit des Figaro Darsteller |
| 1953 |
Solange Du da bist Darsteller |
| 1944/1952 |
Das Mädchen Juanita Darsteller |
| 1944/1945 |
Ruf an das Gewissen Darsteller |
| 1944 |
Solistin Anna Alt Darsteller |
| 1943/1944 |
Der Majoratsherr Darsteller |
| 1943 |
Um 9 kommt Harald Darsteller |
| 1940/1941 |
Blutsbrüderschaft Darsteller |
| 1940 |
Herz ohne Heimat Darsteller |
| 1939/1940 |
Kriminalkommissar Eyck Darsteller |
| 1939/1940 |
Golowin geht durch die Stadt Darsteller |
| 1939 |
Der Vorhang fällt Darsteller |
| 1939 |
Verdacht auf Ursula Darsteller |
| 1939 |
Das Recht auf Liebe Darsteller |
| 1938/1939 |
Die Stimme aus dem Äther Darsteller |
| 1937 |
Manege Darsteller |



