Anneliese Uhlig gestorben

05.07.2017 | 13:20 Uhr

Anneliese Uhlig gestorben

Wie jetzt aus ihrem privaten Umfeld mitgeteilt wurde, ist die Schauspielerin Anneliese Uhlig bereits am 17. Juni im kalifornischen Santa Cruz gestorben. Sie wurde 98 Jahre alt.

Anneliese Uhlig, geboren am 27. August 1918 in Essen, hatte ihren ersten Filmauftritt neben Attila Hörbiger und Lucie Höflich im Artistenfilm "Manege" (1937) und spielte bis zum Jahr 1945 in zahlreichen deutschen Filmen, darunter mehrere Kriminalfilme wie etwa "Der Vorhang fällt" und "Verdacht auf Ursula" (beide 1939). Sie verkörperte elegante Schönheiten, bisweilen auch geheimnisvoll und mit düsterem Touch.

Der beliebte Ufa-Star wurde während des Krieges auch in der Truppenbetreuung eingesetzt, verließ jedoch nach einem Konflikt mit Propagandaminister Joseph Goebbels Deutschland und ging nach Italien, wo sie ebenfalls in ein paar Filmen spielte, bevor sie kriegsdienstverpflichtet nach Deutschland zurückkehrte und beispielsweise in Werner Klinglers "Solistin Anna Alt" und Wolfgang Staudtes Liebesfilm "Das Mädchen Juanita" spielte.

1945 lernte sie einen amerikanischen Offizier kennen, den sie heiratete. Bald danach zog sie dauerhaft in die USA, arbeitete als Redakteurin und Auslandskorrespondentin, Theaterproduzentin und Dozentin, kehrte jedoch immer wieder auch zu Film und Theater zurück. Auch in Deutschland trat sie immer wieder auf, so spielte sie 1956 unter anderem in Eduard von Borsodys Komödie "Dany, bitte schreiben Sie", 1983 an der Seite von Heinz Rühmann im Fernsehfilm "Es gibt noch Haselnußsträucher" und in den 1990ern in Fernsehserien wie "Der Patenonkel" oder "Immenhof".

Im Jahr 1989 wurde Anneliese Uhlig das Verdienstkreuz l. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

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