Kai Wessel
Quelle: 59. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
"Hilde" (2008/2009)
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Kai Wessel, geboren am 19.9.1961 in Hamburg, macht bereist im Alter von 14 Jahren erste Film-Erfahrungen als Darsteller in Ottokar Runzes "Das Messer im Rücken" (1975). Ab 1983 produziert er die "Hamburger Wochenschauen", die in Programmkinos der Hansestadt gezeigt werden. Sein Regiedebüt gibt Wessel 1988 mit dem sozialkritischen Drama "Martha Jellneck", das eine Nominierung für den Bundesfilmpreis erhält.
Neben vereinzelten Kinoproduktionen wie dem Familienfilm "Das Sommeralbum" (1991), der Kinder-Detektiv-Geschichte "Die Spur der roten Fässer" (1996) oder dem humorvollen Jugendfilm "Das Jahr der ersten Küsse" (2002) ist Wessel vor allem fürs Fernsehen tätig. Im Lauf seiner Karriere inszeniert er zahlreiche preisgekrönte TV-Produktionen, darunter die 12-teilige Fernsehserie "Klemperer – Ein Leben in Deutschland" (1999) über das Leben des jüdischen Intellektuellen in Nazi-Deutschland, die Hitler-Farce "Goebbels und Geduldig" (2001) mit Ulrich Mühe oder das Psychodrama "Leben wäre schön" mit Dagmar Manzel, das unter anderem zwei Grimme-Preise, für die Beste Regie und die Beste Hauptdarstellerin, erhält.
Im Jahr 2006 sorgt Wessel sowohl mit dem hoch gelobten TV-Krimi "Das Geheimnis im Moor", als auch mit dem kontrovers diskutierten Zweiteiler "Die Flucht" über die Flucht deutscher Bürger aus Ostpreußen während des 2. Weltkriegs für Aufsehen. Anfang 2009 meldet Kai Wessel, der in Hamburg auch als Theaterregisseur tätig ist, sich schließlich als Kinoregisseur zurück: Seine Hildegard-Knef-Filmbiografie "Hilde" mit Heike Makatsch feiert auf der Berlinale 2009 Weltpremiere.


