Weitere Namen
Julius Gustav Neubronner (Geburtsname)
Regie
Kronberg im Taunus Kronberg im Taunus

Biografie

Julius Gustav Neubronner wurde am 8. Februar 1852 in Kronberg im Taunus geboren. Sein Vater war Apotheker, seine Mutter stammte aus einer Schauspielerfamilie und war die Schwester der damals deutschlandweit populären Sängerin Johanna Sophie Löwe. Zusammen mit seinen beiden Schwestern wurde Julius Neubronner zunächst zuhause unterrichtet, besuchte ab 1864 dann das Gymnasium in Weilburg, wo er seine Schulzeit mit der mittleren Reife abschloss. Bevor er seine Schulbildung auf dem Realgymnasium in Wiesbaden fortsetzte, absolvierte er eine einjährige Ausbildung in der Apotheke seines Vaters, schloss seine Lehre zum Apothekergehilfen jedoch erst 1873 - nach Abschluss der Schule und seines Militärdienstes - offiziell ab. Drei Jahre später nahm er ein Pharmaziestudium in Gießen auf, nach dessen erfolgreichem Abschluss er 1878 ein Chemiestudium zunächst an der Königlichen Universität Berlin begann und dann in Heidelberg fortsetzte. Er promovierte 1879. 1886 dann übernahm er die väterliche Apotheke und dessen Brieftauben zur Beförderung von Rezepten und Medikamenten.

Neben seiner pharmazeutischen Ausbildung hegte Neubronner schon in jungen Jahren großes Interesse für die Amateurfotografie und experimentierte mit einer von seinem Vater selbstgebauten Kamera, unter anderem mit Belichtungszeiten. Auch während seines Studiums blieb die Fotografie ein wichtiges Hobby, mit Freunden richtete er ein Fotoatelier ein. Im Jahre 1903 erwarb er seine erste Filmkamera, eine Ernemann "Kino" für 17,5mm-Film mit Mittelperforation. Mit ihr nahm er - als einer der ersten in der Rhein-Main-Region - zwischen 1903 und 1920 historische Ereignisse auf und hielt den Alltag seiner Familie fest. Er drehte zudem aber auch kleine Sketche, von ihm selbst mit seiner Familie auf einer im Garten seines Hauses errichteten Bühne in Szene gesetzt. Alle von Julius Neubronner gedrehten, noch erhaltenen Filme befinden sich im Bestand des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt/Main, wurden dort in den 1990ern restauriert und im Jahr 2019 hochauflösend für die Präsentation im Kino digitalisiert.

1909 erlangte Julius Neubronner durch die von ihm erfundene und 1908 patentierte Brieftaubenfotografie auch über Deutschland hinaus Bekanntheit. Er präsentierte seine Erfindung, mit kleinen Fotokameras ausgestattete Brieftauben, die Luftaufnahmen ermöglichten, sowohl in Dresden auf der Internationalen Photographischen Ausstellung als auch auf den Internationalen Luftschifffahrt-Ausstellungen in Frankfurt/Main und Paris. Im Ersten Weltkrieg wurde die Brieftaubenfotografie, allerdings erfolglos, versuchsweise zur Luftaufklärung eingesetzt.

Erfindergeist bewies Neubronner auch bei der Entwicklung von Trockenklebestreifen, die das Kleben von Foto-Glasplatten für Laterna-Magica-Vorstellungen erleichterten. 1905 gründete er unter dem Namen Neubronner GmbH & Co. KG eine Fabrik für Trockenklebematerial, die schließlich von seinem jüngstem Sohn Carl Neubronner (1896-1997), der durch seine Modellflug-Versuche ebenfalls eine gewisse Bekanntheit erlangte, übernommen wurde und bis heute existiert.

Julius Neubronner, der zu den Pionieren der Amateurfotografie gehört, starb am 17. April 1932.
 
 

FILMOGRAFIE

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