Die Kommission für Förderungen aus dem Minoritären Koproduktionsfonds hat in der dritten Förderrunde des Fonds 1.200.000 Euro an sieben Spielfilme mit minoritärer deutscher Beteiligung vergeben, darunter neue Projekte von Nikolaj Arcel, Kurdwin Ayub, Ari Folman und Ulrich Seidl. Der letzte Förderjahrgang war auf den jüngsten Filmfestspielen von Cannes mit zwei Filmen vertreten, Ryūsuke Hamaguchis "All Of A Sudden" wurde im Wettbewerb mit dem Preis für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Drei der nun geförderten Projekte haben Hauptproduktionspartner in Nordeuropa, zwei Filme entstehen unter österreichischer Federführung; dazu kommen je eine Koproduktion mit majoritärem Partner in Israel bzw. Portugal.
Aus Nordeuropa kommen das nach einer wahren Geschichte erzählte Drama "Dream Come True" des mehrfach in Cannes prämierten finnischen Regisseurs Juho Kuosmanen, das an der sommerlichen Schwarzmeerküste spielende Drama "Summer In Heat" des schwedisch-georgischen Filmemachers Levan Akin, Teddy-Jurypreisträger der Berlinale, und der dänische Biografiefilm über Hans Christian Andersen, "My Fairytale Life", dessen Regisseur Nikolaj Arcel zuletzt mit historischen Stoffen für den Goldenen Löwen nominiert und mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
In "Distanzen" erzählt der mehrfach in Venedig prämierte österreichische Filmemacher Ulrich Seidl von Einsamkeit und Angst vor Nähe; mit seiner Produktionsfirma ist er außerdem am ebenfalls geförderten Drama "Sterne" beteiligt, dessen Regisseurin Kurdwin Ayub für die ersten beiden Teile ihrer Trilogie, "Sonne" und "Mond", auf der Berlinale und in Locarno Preise erhielt.
Golden-Globe-Gewinner Ari Folman realisiert mit "Thousand Yard Stare" ein hybrides Drama mit Stop-Motion-Anteilen, dessen Erzählung sich über einen Zeitraum von 50 Jahren erstreckt, während "Afonso’s Smile" des mit seinen Filmen bereits in Cannes, Locarno und Venedig vertretenen Regisseurs João Pedro Rodrigues zur Zeit der Nelkenrevolution in Portugal spielt.
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Quelle: www.ffa.de/