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Nach "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten" und "Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen", der dritte Kinofilm des KiKA-Moderators Checker Tobi: Beim Stöbern im Keller stößt Tobi gemeinsam mit Marina auf ein altes Videoband. Darauf ist der kleine Tobi zu sehen, wie er voller Begeisterung eine selbst erfundene Kindersendung präsentiert. Seine erste große Frage lautet: Wer hinterlässt die stärksten Spuren im Boden? Seine damalige Antwort darauf ist dem erwachsenen Tobi längst entfallen – und so beginnt eine neue Suche, die ihn weit über die Grenzen des Kellers hinausführt. Tobi reist nach Madagaskar, wo er die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erkundet, begibt sich in die eisigen Regionen Spitzbergens und entdeckt in Mexiko die Überreste der Maya-Kultur. Auf dieser Reise erkennt er, dass Böden überall auf der Welt miteinander verbunden sind und eine zentrale Rolle für das Leben spielen. Erst durch dieses Verständnis gelingt es ihm, seine ursprüngliche Frage zu beantworten – und dabei auch sich selbst ein Stück näherzukommen.
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Die erste Spur führt Tobi in die einzigartige endemische, also nur hier vorkommende Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Mit der seit vielen Jahren in Deutschland lebenden Biologin Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina, die einst in Göttingen studiert hat und immer wieder in ihre Heimat zurückkehrt, wo sie das Umweltprojekt „Chances for Nature“ mitgegründet hat, erkundet Tobi u.a. Flora und Fauna zwischen messerscharfen Felsen im Westen des ostafrikanischen Inselstaates.
Die zweite Reise ist nicht nur temperaturmäßig ein gewaltiger Kontrast, führt sie Tobi doch zusammen mit dem deutschen Geologen Malte Jochmann tief in den Permafrostboden Spitzbergens. Bei minus 20 Grad C. bringen Huskies genannte Schlittenhunde beide zum „wichtigsten Ort der Welt“, einem Saatgut-Tresor in der Arktis. Hier lagern in einem Hochsicherheitstrakt mehr als eine Million Samen von Nutzpflanzen, der nur von einem ganz kleinen Kreis hochspezialisierter Wissenschaftler betreten werden darf. Malte, der seit mehr als 20 Jahren auf Spitzbergen lebt und dort an der Renaturierung des letzten norwegischen Kohlebergwerks mitwirkt, gehört nicht dazu. Obwohl auch Tobi draußen bleiben muss, ist die zweite, voller Geheimnisse steckende Station die spannendste des Hybrids aus Dokumentation und Spielfilmszenen.
Mit Samara Sánchez Pöll, einer in Mexiko geborenen und in Österreich aufgewachsenen Anthropologie-Studentin, besucht Tobi die Maya-Pyramiden im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Dort engagiert sich Samara, die als Köchin in Österreich lebt, neben ihrer zeitraubenden Arbeit in einem sozialen Landwirtschaftsprojekt. Unweit der archäologische Maya-Stätten an der Grenze zu Guatemala lernt Tobi die Milpa kennen – eine traditionelle, umweltschonende Anbauweise der Maya.
Dritter im Bunde ist der deutsche Archäologe Dr. Nicolaus Seefeld, der in seiner Wahlheimat Mexiko mehrere Ausgrabungen leitet. Auch sein besonderes Interesse gilt alten, fast vergessenen landwirtschaftlichen Methoden. Im Film führt er Tobi durch Calakmul, eine der größten Maya-Stätten Mexikos, die bereits in der Präklassik entstand: Vor mehreren tausend Jahren errichteten die Mayas monumentale Bauten ohne maschinelle Unterstützung.
In „Checker Tobi 3 – Die heimlichen Herrscher der Erde“ wird zwar, Achtung: Spoiler!, die Ausgangsfrage beantwortet: Es ist die Zeit, welche die mächtigsten Spuren im Erdreich hinterlässt. Im Mittelpunkt aber steht diesmal der sorgsame Umgang mit unserer Umwelt, wofür auch der Wertstoffhof-Mitarbeiter Gustl steht, der vom Schauspieler, Synchronsprecher und Stand-Up-Comedian Simon Pearce verkörpert wird. Der zukunftsoptimistische Checker-Tobi-Dreiklang aus Abenteuer, Witz und Wissen kommt einmal mehr ohne erhobenen Zeigefinger aus – und macht richtig Spaß!
Pitt Herrmann