Biografie
Lauro Cress wurde 1983 in München geboren; sein Vater ist der renommierte und vielfach ausgezeichnete Schlagzeuger Curt Cress, sein älterer Bruder der Journalist und Autor Maximilian Ferreira Cress. Noch während seiner Schulzeit begann Cress, Schlagzeug zu spielen und war von 1997 bis 1999 Drummer in der Band des damals noch unbekannten Musikers und Sängers Gil Ofarim. In den nächsten Jahren spielte Cress in anderen Formationen und war von 2005 bis 2009 Drummer der deutsch-französischen Band Phonoboy.
Parallel dazu studierte Cress zunächst Architektur, wandte sich nach dem Vordiplom jedoch den Medien Fotografie und Film zu und absolvierte ein Studium der Experimentellen Medien an der Berliner Universität der Künste (UdK). Während dieser Zeit realisierte er mehrere experimentelle Kurzfilme.
Schließlich begann Cress ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Dort schrieb und inszenierte er mehrere Kurzfilme. Sein siebenminütiger Spielfilm "Diebe" (2013), über zwei Brüder, die als routinierte Jeansdiebe in Kaufhäusern agieren, lief unter anderem beim Filmfestival Max Ophüls Preis und auf dem Guanajuato International Film Festival; von der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW wurde er zum Kurzfilm des Monats gekürt. Außerdem führte er bei Musikvideos und zahlreichen Werbefilmen Regie (u.a. für Porsche, Mercedes Benz und L'Oreal).
Sein Langfilmdebüt gab Lauro Cress mit seinem dffb-Abschlussfilm "Ungeduld des Herzens" (2025), nach dem gleichnamigen Roman von Stefan Zweig. Das Drama über einen jungen Bundeswehrsoldaten, der sich aus Mitleid mit der querschnittsgelähmten Tochter eines reichen Bauunternehmers einlässt, wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis als Bester Spielfilm und für den Besten Schauspielnachwuchs (Ladina von Frisching, Giulio Brizzi) ausgezeichnet. Auch beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern und beim Neiße Filmfestival wurde "Ungeduld des Herzens" als Bester Spielfilm ausgezeichnet. Der deutsche Kinostart erfolgte im Februar 2026.