Experimente

DDR 1980/1981 Spielfilm

Inhalt

Der Film entstand als Abschlussarbeit des Kameramanns Lars-Peter Barthel an der damaligen Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Gemeinsam mit dem Theaterregisseur Jürgen Gosch und dem Schriftsteller Christoph Hein entwickelte er den Film bewusst ohne festes Drehbuch. Stattdessen entstand die Handlung durch Improvisation der Schauspieler*innen Heidemarie Schneider, Michael Gwisdek, Hermann Beyer und Jürgen Holtz. 

Im Zentrum steht eine scheinbar alltägliche Geschichte: Eine verheiratete Frau beginnt während eines Kuraufenthalts eine Affäre mit einem Alleinunterhalter. Am nächsten Morgen fährt er sie nach Berlin, wo sie auf ihren Ehemann und dessen Bruder treffen. Hinter dieser bewusst banalen Handlung verbirgt sich jedoch eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der DDR. 

Die Filmschaffenden nutzten die Produktion, um unabhängig von den üblichen Vorgaben neue künstlerische Formen auszuprobieren. Besonders Jürgen Gosch, der nach seiner letzten DDR-Inszenierung 1978 weitgehend von weiteren Arbeiten ausgeschlossen worden war, stand für diese künstlerische Freiheit. Während der Dreharbeiten verlangte die Hochschule einen ersten Rohschnitt. Nach dessen Sichtung wurde die Fertigstellung des Films jedoch untersagt. Die Hochschule erkannte in dem Film eine deutliche Widerspiegelung der gesellschaftlichen und politischen Situation in der DDR und verhinderte deshalb seine Vollendung.

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