Inhalt
Auf Brachen, die langsam von den Baustellen der Stadt gefressen werden, unter Autobahnbrücken neben den Bahngleisen auf den Hängen über dem Douro und in vergessenen Baulücken sprießen Gemüsegärten. Orte des diskreten Widerstands inmitten der alles verschlingenden Stadt. Auf diesem grünen Archipel wiederholt sich die alte Choreographie der Landwirtschaft. Tag für Tag, ohne Ausnahme: pflügen, säen, jäten, gießen, ernten, plaudern, essen und am nächsten Tag von vorne beginnen. Der längste Tag des Jahres bringt das Fest von São João: Mit Ritualen, Musik und Feuer erwachen die verdrängten heidnischen Wurzeln der Stadt, und niemand geht zu Bett.
Quelle: Mónica Martins Nunes
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