Sorry Genosse

Deutschland 2020-2022 Dokumentarfilm

Inhalt

Schon bei ihrer ersten Begegnung funkt es zwischen Hedi und Karl-Heinz, danach sind sie zunächst zur Brieffreundschaft gezwungen. Getrennt durch den Eisernen Vorhang versuchen der westdeutsche Linksaktivist und die Thüringer Medizinstudentin, ihre Liebe auf dem Postweg zu finden. Bald folgen Treffen in Prag und Bulgarien – und die große Sehnsucht, zusammenzuleben. Vom Kapitalismus und dem Machtanspruch der USA ohnehin enttäuscht, entscheidet sich Karl-Heinz, in die DDR überzusiedeln. Doch das Leben im Sozialismus fordert einen Preis, denn die Stasi knüpft seinen Aufenthaltstitel an Spionagearbeit in ihrem Dienst. Aus anfänglichem Hofieren wird Schikane, die auch Hedi trifft. Desillusioniert sieht das Paar sich gezwungen, umzudenken. Es entsteht der kühne Plan, Hedi mit falschem Pass über Rumänien nach Westdeutschland ausreisen zu lassen. Doch alles, was schiefgehen kann, geht schief.

Diese spielerisch erzählte Geschichte einer großen Liebe und einer aberwitzigen Flucht eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte: beide Staaten, DDR und Bundesrepublik, sind für die Protagonist*innen Fluchtgrund und Sehnsuchtsort zugleich.

Quelle: 72. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

Kommentare

Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!

Credits

Alle Credits

Dreharbeiten

    • 22.07.2020 - 17.08.2020
Länge:
94 min
Format:
DCP, 1:2,39 (CinemaScope)
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2022, Berlin, IFF - Perspektive Deutsches Kino;
Kinostart (DE): 09.02.2023

Titel

  • Schreibvariante (DE) Sorry, Genosse
  • Originaltitel (DE) Sorry Genosse
  • Weiterer Titel (eng) Sorry, Comrade
  • Schreibvariante (eng) Sorry Comrade

Fassungen

Original

Länge:
94 min
Format:
DCP, 1:2,39 (CinemaScope)
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2022, Berlin, IFF - Perspektive Deutsches Kino;
Kinostart (DE): 09.02.2023

Auszeichnungen

Filmkunstfest MV 2022
  • Lobende Erwähnung, Dokumentarfilmwettbewerb