Inhalt
South Central L.A., Anfang der 1980er Jahre. Pierce Mundy ist immer unterwegs, ohne aber richtig voran zu kommen. Der junge Mann wird auf Trab gehalten – von seinen Eltern, ihrer Änderungsschneiderei, Freund*innen und Nachbarn. Gemeinsam mit Soldier, der kurz vor der Freilassung aus dem Gefängnis steht, ist er der letzte Überlebende ihres gemeinsamen Freundeskreises. Anders als sein Bruder, der eine Anwältin heiraten wird, hat Pierce keinerlei Ambitionen, was vor allem seine Mutter in den Wahnsinn treibt. Und doch ist Pierce ein integraler Teil des Lebens in der Nachbarschaft. Es ist die nahende Hochzeit seines Bruders, die ihn vor existentielle Fragen stellt.
Die Tonlage von Charles Burnetts zweitem Langfilm nach "Killer of Sheep" ist deutlich leichter, das Setting wirklichkeitsgesättigt, nicht jedoch dokumentarisch. In den Begegnungen und auf Pierces Wegen formieren sich parallel das Porträt eines jungen Mannes und einer Gemeinschaft zwischen Stillstand, Resignation, Widerstand und Lebensfreude. Noch in den kleinsten Nebenrollen zeigen sich Lebenswirklichkeiten, komplex und zugewandt. Ein Klassiker des New Black Cinema und Pfeiler der Geschichte des Forums in neuer Restaurierung.
Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
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