Inhalt
In Mexiko öffnet Tere, Musikerin und Komponistin, ihr Zuhause für das Fernsehinterview einer befreundeten Musikerin. Um die Freundin zu beruhigen, erzählt Tere eine exzentrische und charmante Geschichte darüber, wie ihr außergewöhnlich feiner Geruchssinn ihre Kompositionen inspiriert habe. Doch kaum beginnen die zwei Journalisten das Interview, gerät es aus der Bahn, wird unterbrochen und aus dem Takt gebracht: Außengeräusche dringen herein, Maschinen spielen plötzlich auf – und Teres Tochter, eine junge Frau, platzt mit erfrischender Ironie und schonungslosen Reality-Checks in die Szenerie. Mutter und Tochter, beide scharfzüngig und geistreich, schmieden ein zärtliches Bündnis, das die Hypokrisie der Kunstwelt lustvoll zum Einsturz bringt. Sie entlarven Name-Dropping und snobistischen Gestus, verspotten Sexismus und feiern stattdessen eine ehrliche, unprätentiöse Nüchternheit – und das klare Bewusstsein zweier Frauen, die nahe am, aber doch außerhalb des begehrten Machtzentrums des Ruhms leben.
In minimalistischer Form wird dieses absurd-komische Kammerspiel zum Beweis, dass sich das Außergewöhnliche im Alltäglichen verbirgt – und dass Lärm und Musik untrennbar dazu gehören.
Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
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