Sophie Scholl - Die letzten Tage

Deutschland 2004 Spielfilm

Summary

Sophie Scholl – The Final Days

Spring 1943. The Germans have lost the battle for Stalingrad and, in Munich, members of the White Rose infiltrate the city with a wave upon wave of anti-Hitler activities and slogans. Sophie and Hans Scholl are busy distributing flyers in the main hall of Munich University when they are observed and arrested.

From this point on, the film adopts Sophie’s perspective to tell the story of the interrogations that followed their arrest, as well as the brother and sister’s trial and pronouncement of their sentence.

At first, Sophie feigns innocence, fighting tooth and nail to secure her and her brother’s release. However, sensing that the death penalty awaits them, she then does her best to protect her brother and the other resistance fighters. Gestapo man Mohr begins to admire Sophie and indicates that he will help her if she admits to being a fellow-traveller. But Sophie refuses to give up her conviction, instead confronting Mohr with his own unthinking perception of what is right and just.

Roland Freisler, chief of the Nazis’ "People’s Court", is sent from Berlin to Munich to conduct a show trial against the students – in spite of the fact that the death penalty has already been decided from the outset. At a hearing that makes a mockery of all the rules of jurisprudence, Sophie and her brother are sentenced to the death penalty. During the trial, Sophie battles so brilliantly against Freisler (who is positively snorting with rage) that her steadfast behaviour even wins her the approval of the male Nazi spectators at court.

As soon as the trial is over, the brother and sister are taken away to Stadelheim to be executed. They are allowed to say goodbye to their parents before sharing their final cigarette. History has of course shown that Sophie Scholl was right in her last, defiant prediction to Freisler: "You’re hanging us today but, tomorrow, it’ll be your heads that will roll!"

Source: 55. Internationale Filmfestspiele Berlin (Catalogue) 

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Heinz17herne
Heinz17herne
München am 18. Februar 1943. Studenten haben sich zu einer Widerstandsgruppe zusammengeschlossen, um unter dem Decknamen „Weiße Rose“ Flugblätter gegen das NS-Regime zu verteilen. Nicht nur an der Hochschule, aber vor allem dort. Sophie Scholl, ihr Bruder Hans und ihr Kommilitone Christoph Probst werden an der Ludwig-Maximilians-Universität bei einer ihrer wagemutigen Aktionen gefasst, verhört und vor den Volksgerichtshof gestellt. Am Nachmittag des 22. Februar werden die drei in der Münchner Strafanstalt Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet.

Soweit in Kürze der geschichtliche Hintergrund eines Filmes, der bei der 55. Berlinale gleich zweimal mit dem „Silbernen Bären“ ausgezeichnet wurde, der sich aber keineswegs nur dem augenblicklich grassierenden Genre des „Bio-Pic“ entsprechend mit den Ereignissen zwischen Entdeckung und Ermordung befasst – obwohl es gleich zu Beginn des Films heißt, dass die folgende Darstellung auf offiziellen Dokumenten und Augenzeugenberichten beruht, die erst seit dem Jahr zuvor zur Verfügung standen: Die Akten stammen aus dem Archiv des (DDR-) Ministeriums für Staatssicherheit.

Autor Fred Breinersdorfer und Regisseur Marc Rothemund fokussieren ganz auf Sophie Scholl, auf ihren Mut, ihre Willenskraft und ihr Selbstvertrauen, aber auch auf ihre Angst – und ihre Einsamkeit. Und damit ganz auf die Schauspielerin Julia Jentsch, die nach „Die fetten Jahre sind vorbei“ und „Schneeland“ innerhalb weniger Wochen bereits zum dritten Mal auf der großen Kinoleinwand präsent gewesen ist. Sie zeigt eine junge Frau, die die Chance, dem Todesurteil zu entgehen, bewusst nicht nutzt – und damit der heutigen jungen Generation ein Beispiel für längst verschüttet geglaubte Vorstellungen und Prinzipien von Menschlichkeit und Moral gibt.

Die 26-jährige Berlinerin hat die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin absolviert, feiert seit 2001 an den Münchner Kammerspielen große Erfolge und ist 2003 in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt worden. Sie spielt die unerschrockene, in keiner Situation (auch nicht vor Roland Freislers berüchtigtem Volksgerichtshof) ihre Fassung verlierende 21-jährige Studentin ganz bewusst ohne den schwäbischen Akzent der historischen Figur: „Eine schwäbelnde Sophie hätte eine Irritation geschaffen, eine Distanz, die wir nicht wollten.“ Julia Jentsch nach dem Studium der erst kurz zuvor freigegebenen Akten im X-Verleih-Presseheft: „Wenn man die Verhörprotokolle liest, kann einem Sophie fast ein wenig unheimlich werden. Sie scheint so ruhig zu sein, so selbstsicher. Manchmal hätte ich gern gewusst, wie groß ihre Angst wirklich war.“

Sophie Scholls Widersacher, der Gestapo-Beamte Robert Mohr, wäscht seine Hände nach dem abschließenden Verhör (in Unschuld): Er ist trotz solcher auswendig gelernter Phrasen wie „Das neue Europa kann nur nationalsozialistisch sein“ weniger ein überzeugter Nationalsozialist als ein kleinbürgerlich-gesetzestreuer Kriminalist, der der „Bewegung“ seinen Aufstieg vom gelernten Schneider ins Münchner Polizeipräsidium verdankt und dem die ihm intellektuell-argumentativ wie gefühlsmäßig überlegene Sophie – zumindest stummen – Respekt abnötigt.

Zur bemerkenswerten Besetzung gehören die damalige Bochumer Schauspielerin Johanna Gastdorf als Kommunistin Else Gebel, mit der Sophie Scholl die Gefängniszelle teilt, und Andre Hennicke als extra für den Schauprozess aus Berlin nach München gereister Volksgerichtshof-Präsident Roland Freisler.

Pitt Herrmann

Credits

All Credits

Director

Assistant director

Script supervisor

Screenplay

Director of photography

Assistant camera

2nd Camera unit

Steadycam operator

Titles / Opticals

Lighting design

Set design

Property master

Stand-by props

Costume design

Editing

Assistant editor

Sound

Music recording

Audio mixing

Special effects

Arrangement

Cast

Line producer

Unit production manager

Location manager

Post-production

Original distributor

Shoot

    • 12.06.2004 - 20.07.2004: München
Duration:
3176 m, 116 min
Format:
35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Eastmancolor, Dolby
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 09.12.2004, 100000, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung: 13.02.2005, Berlin, IFF - Wettbewerb;
Kinostart (DE): 24.02.2005;
TV-Erstsendung: 14.06.2007, Arte

Titles

  • Originaltitel (DE) Sophie Scholl - Die letzten Tage
  • Weiterer Titel (eng) Sophie Scholl – The Final Days

Versions

Original

Duration:
3176 m, 116 min
Format:
35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Eastmancolor, Dolby
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 09.12.2004, 100000, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung: 13.02.2005, Berlin, IFF - Wettbewerb;
Kinostart (DE): 24.02.2005;
TV-Erstsendung: 14.06.2007, Arte

Digitalisierte Fassung

Duration:
116 min
Format:
DCP, 1:1,85
Video/Audio:
Farbe, Dolby

Awards

Verband der deutschen Filmkritik 2006
  • Preis der deutschen Filmkritik, Beste Darstellerin
Academy Awards 2006
  • Nominierung, Bester fremdsprachiger Film
Bayerischer Filmpreis 2006
  • Produzentenpreis, Bester Film des Jahres 2005
Europäischer Filmpreis 2005
  • Beste Darstellerin
  • Jameson People’s Choice Award, Beste Darstellerin
  • Jameson People’s Choice Award, Beste Regie
Deutscher Filmpreis 2005
  • Lola, Beste Hauptdarstellerin
  • Lola in Gold, Bester Spielfilm
IFF Berlin 2005
  • Preis der ökumenischen Jury
  • Silberner Bär, Beste Regie
  • Silberner Bär, Beste Darstellerin