Zum 25. Mal hat die DEFA-Stiftung ihre Preise in Höhe von insgesamt 40.000 Euro vergeben. Zu den Ausgezeichneten gehören in diesem Jahr der Kameramann und Dokumentarfilmer Johann Feindt, der Regisseur Julian Radlmaier sowie die Schauspielerin Annekathrin Bürger.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film ging an Johann Feindt. Der Filmemacher ist im Spiel- wie im Dokumentarfilm gleichermaßen zu Hause. Arbeiten wie "Lieber Thomas" oder jüngst "Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war" zeigen sein poetisches visuelles Können. Sein dokumentarisches Schaffen – oft in Zusammenarbeit mit Tamara Trampe – zeichnet sich durch präzise Beobachtung und tiefen Respekt vor den Porträtierten aus.
Der Regisseur Julian Radlmaier erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis für junges Kino. Radlmaier gehört zu den originellsten Stimmen einer neuen Generation deutscher Filmschaffender. Mit großem cineastischem Gespür verbindet er philosophischen Tiefgang mit absurder Komik. In Filmen wie "Sehnsucht in Sangerhausen" oder der Vampirkomödie "Blutsauger" entwirft er gewitzte Parabeln, die das Publikum gleichermaßen fordern und unterhalten.
Drei Programmpreise (dotiert mit je 5.000 Euro) gingen an Akteure, die sich besonders für Filmkultur einsetzen: Gewürdigt wurden die Streamingplattform "Filmfriend", das Kulturzentrum "Moritzhof" in Magdeburg und der Filmhistoriker Günter Agde.
Bereits Ende August hatte die DEFA-Stiftung verkündet, dass der mit 10.000 Euro dotierte Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk an Annekathrin Bürger verliehen würde. Mit der Vergabe ehrt die DEFA-Stiftung eine herausragende Künstlerpersönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das deutsche Kino und Fernsehen mit ihrer Wandlungsfähigkeit geprägt hat. Zu ihren wichtigsten Filmwerken zählen "Königskinder", "Das zweite Gleis" und "Hostess". Neben ihren großen Filmerfolgen zeichnet sie sich durch ihr gesellschaftspolitisches Engagement aus.
Die 25. Preisverleihung der DEFA-Stiftung fand am 2. Oktober 2026 in der Berliner Akademie der Künste statt. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Die Veranstaltung stand zugleich im Zeichen des Jubiläumsjahrs "80 Jahre DEFA".
Quelle: www.defa-stiftung.de