Allegro Pastell

Deutschland 2024/2025 Spielfilm

Summary

It’s the exceptionally hot summer of 2018, and novelist Tanja Arnheim and web designer Jerome Daimler have a seemingly ideal long-distance relationship conducted in the searing heat of Berlin, the idyll of an inherited bungalow in the valley of the River Main and the many train journeys in between. But the carefully cultivated equilibrium of trust and independence between the two hyper-reflective millennials is shaken when Tanja realises on the night of her birthday that the relationship could become existential.

Anna Roller’s second feature after her award-winning debut "Dead Girls Dancing" is based on the eponymous bestselling novel by Leif Randt who also wrote the screenplay.

Source: German Films Service & Marketing GmbH

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Heinz17herne
Heinz17herne
Im Sommer 2018. Tanja Arnheim, 33-jährige aufstrebende Schriftstellerin, die in Marseille geboren wurde und jetzt in Berlin nahe der Hasenheide lebt, und Jerome Daimler, ein zwei Jahre älterer, gefragter Webdesigner aus Frankfurt am Main, liegen im Bett und versichern sich gegenseitig, dass es ihnen nie besser ging. Nach einer Lesung ist es zu einem One-Night-Stand gekommen, der offenbar weit besser war als nur, wie von beiden hinterher behauptet, „ziemlich passabel“.

Denn aus ihm folgt eine Fernbeziehung, welche die Verfilmung des kurz vor dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Bestsellers „Allegro Pastell“ durch Anna Roller zu einem Railroad-Movie macht. Dessen Drehbuch vom Romanautor Leif Randt selbst geschrieben wurde: Er hat aus der Deutschen Tanja eine um einige Jahre ältere Französin gemacht, die bewusst Abstand zu ihrer Mutter Ulla hält und dafür umso lieber mit ihrem Vater Konstantin telefoniert – auf Französisch naturgemäß.

Leif Randt hat damit den Grundkonflikt verschärft: Die vorzugsweise doppelte Wodkas in sich hineinkippende „Seelsorgerin ihrer Generation“ will noch keine Kinder. Welche sich der im Vergleich zum Roman noch etwas jungenhafter und weniger esoterisch wirkende Jerome durchaus vorstellen kann, was er naturgemäß zunächst abstreitet. Er ist in seine Heimatstadt Maintal vor den Toren Frankfurts zurückgekehrt und bewohnt den Bungalow, den seine Eltern zurückgelassen haben. Was seine zu Besuch kommende einstige Jugendliebe Marlene Seidl ziemlich befremdlich findet und als „emotionales Wagnis“ bezeichnet.

Jerome erstellt daheim eine Website für Tanja, die zu ihrem 24. Geburtstag fertig sein soll. Beide besuchen sich regelmäßig, auf der Suche nach dem ultimativen Glück bleibt der Sex auf hohem Niveau: Tanja ist geradezu fasziniert von ihrem Kontrollverlust und konstatiert: „In gewisser Weise haben wir alles erlebt. Hard Feelings, mediokre Feelings, Revival-Feelings – und wie auch immer der Stand gerade war, verliebt war ich letztlich die ganze Zeit.“ Die Selbstreflektion ist selbst unter Drogen enorm, aber dann flüchtet Tanja aus der Furcht, etwas zu verpassen, wenn sie sich nur auf den aus ihrer Sicht spießigen Jerome beschränkt, in die Arme des alleinerziehenden Doktoranden Jannis.

Beide verlieren sich eine Zeitlang aus den Augen: Tanja kümmert sich um ihre Schwester Sarah, auch nachdem diese aus dem Krankenhaus entlassen worden ist, und Jerome besucht seine Mutter Hannah in Lissabon, wo er wohl nicht zufällig auf Marlene trifft, in die er bereits als Viertklässler verknallt war: Mit ihr hatte Jerome kurz zuvor auf der Hochzeitsparty ihrer gemeinsamen Freunde Julian und Jana nicht nur getanzt. Das Weihnachtsfest verbringen Tanja und Sarah mit ihren Eltern erstmals in Berlin – und dann kommt heraus, dass diese sich trennen wollen. Zu Silvester an der Spree wieder vereint, erfährt Tanja von Marlene und ist gekränkt…

Allegro ist ein Begriff aus der Musik, der einerseits eine fröhliche, muntere Stimmung meint und anderseits ein hohes Tempo bezeichnet. Pastell stammt dagegen aus der Bildenden Kunst und hat auch zwei Bedeutungsebenen: Zum einen ist der Gebrauch von sanften, hellen Farben gemeint, zum anderen die Technik des Auftragens von Pigmentkreide auf einen Malgrund. „Allegro Pastell“ versteht sich als eine in den Jahren 2018 und 2019 angesiedelte stimmungsvolle Milieustudie (Green Tea Celebrations mit Schweigegebot), gehüllt in die Pastellfarben einer wehmütigen Erinnerung an die Vor-Corona-Zeit ohne despotische Weltherrscher und andere Katastrophen.

Anna Roller im DCM-Presseheft: „Anfänglich waren mir die Figuren erstaunlich unsympathisch. Ich wollte mich nicht mit ihnen identifizieren, fand sie arrogant und unpolitisch. Doch je länger ich las, desto mehr erkannte ich mich oder Menschen aus meinem Umfeld in ihnen wieder – auf unbequeme Art vielleicht, aber doch geradezu sezierend genau beobachtet. Ich kaufte mir den Roman, und als ich am Ende von Tanjas Abschiedsbrief unglaublich berührt war, merkte ich, dass genau das die Aufgabe einer Verfilmung wäre: dieses Spannungsfeld eines kühlen Erzählens auf die Leinwand zu bringen, bei dem man schließlich doch um das Ende dieser Liebe weinen möchte.“

Pitt Herrmann

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Music

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Assistant camera

Steadycam operator

Sound design

Foley artist

Audio mixing

Music

Cast

Unit production manager

Production assistant

Production coordinator

Shoot

    • 28.05.2024 - 26.11.2024: Berlin, Brandenburg, Frankfurt am Main, Lissabon
Duration:
100 min
Format:
DCP
Video/Audio:
Farbe, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 12.12.2025, 275853, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 14.02.2026, Berlin, IFF - Panorama, Zoo Palast 1;
Kinostart (DE): 16.04.2026

Titles

  • Originaltitel (DE) Allegro Pastell

Versions

Original

Duration:
100 min
Format:
DCP
Video/Audio:
Farbe, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 12.12.2025, 275853, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 14.02.2026, Berlin, IFF - Panorama, Zoo Palast 1;
Kinostart (DE): 16.04.2026