Süperseks

Deutschland 2003/2004 Spielfilm

Summary

In order to pay back a 50.000 Euro debt to his uncle, young Turkish entrepreneur Deniz develops an unusual business model: Using the label "Süperseks", he founds the first Turkish-language telephone sex hotline, which turns out to be a success. But when his unknowing girlfriend applies for a job at Süperseks, Deniz finds himself in a highly awkward situation. 

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Der 23-jährige Elviz lebt noch bei der Familie seines älteren Bruders im Hamburger Schanzenviertel und steckt arg in der Klemme. Sein Club in Altona musste nach einer Razzia dichtmachen, sodass er jetzt mit dem Startkapital von 50.000 Euro bei seinem reichen Onkel Cengiz, einem erfolgreichen Hotelier, in der Kreide steht. Und dem ist es eigentlich ganz recht, wenn Elviz auf diesem Berg sitzen bleibt, denn er hat bereits die Hand auf das Häuschen mit Grundstück von Elviz’ Mutter an der türkischen Riviera gelegt, wo der Immobilienhai ein weiteres Ferienzentrum plant. So hat er die Polizei auf die Idee gebracht, Elviz’ Club nach minderjährigen „Zahnspangen“ zu durchsuchen, was dem smarten, aber naiven Jungunternehmer in den Ruin getrieben hat.

Doch Not macht erfinderisch, und so kommt Elviz bald auf die geniale Geschäftsidee, mit „Süperseks“ die erste türkischsprachige Telefonsex-Hotline in Deutschland zu gründen. Dabei hilft ihm ein Zufall: Sein Bruder Tarik leidet unter seiner flotten, ganz westlich orientierten Gattin – und versucht, seinen Frust mit Telefonsex abzubauen. Freilich erlebt er aufgrund von Sprachproblemen ein Waterloo – und Elviz wird unfreiwilliger Ohrenzeuge am Nebenapparat. Sein Kumpel Olaf stellt den Kontakt zur halbseidenen Kiezgröße „Porno-Schneyder“ her, einem alten Hasen im Telefonsex-Geschäft, der den beiden Newcomern ein paar seiner Leitungen überlässt und auch, gegen eine fette Provision, die Grundfinanzierung sichert.

Die Büroräume bekommt Elviz von seinem über den wahren Hintergrund der Geschäfte bewusst im Unklaren gelassenen Bruder Tarik in dessen Hamburger Brotfabrik, in der Elviz nach seiner Club-Pleite eigentlich zum Fladenbrotbacken verdonnert war. Offiziell sollen die jungen deutsch-türkischen Frauen, die zum Vorstellungsgespräch artig mit ihren Männern und Freunden erscheinen, Homepages für Gemüsehändler gestalten.

Zwischenzeitlich hat sich Elviz in die aparte Anna, die Tanzlehrerin seiner kleinen Nichte, verliebt. Die Tochter eines türkischen Arztes und einer Deutschen, die lieber Bauchtanz unterrichten will, statt die Praxis des Vaters zu übernehmen, spielt die unterwürfige, Kopftuch tragende Braut von Elviz, nur um ihren Vater weiter zu provozieren. Und einen neuen Job findet sie bei „Süperseks“, freilich ohne zu ahnen, wer ihr neuer Chef ist.

Und damit beginnen naturgemäß ungeahnte Schwierigkeiten in ihrer Beziehung zum eifersüchtigen Elviz, der sich zwar einerseits über die rasch erfolgreiche Sex-Hotline freut, es andererseits aber nicht ertragen kann, Anna bei ihrem Stöhn-Job zuzuhören. Er flippt völlig aus, lässt das Technik-Genie Olaf im Unfrieden ziehen. Aber es kommt noch schlimmer: Der hinterhältige Onkel Cengiz fürchtet um sein Luxushotel-Projekt und lässt den erfolgreichen Webdesign-Laden seines Schuldners ausspionieren. Einmal dahintergekommen, was sich in den Nebenräumen der Fladenbrot-Bäckerei in Wirklichkeit abspielt, ist es für den Immobilienhai ein Leichtes, den ganzen „Süperseks“-Laden auffliegen zu lassen: Die entsetzten männlichen Angehörigen der Telefonistinnen schlagen das Callcenter kurz und klein...

Das Spielfilm-Debut Torsten Wackers, der sich bisher als kommerzieller Werbe- und Imagefilmer einen Namen machen konnte und mehr als 20 Auszeichnungen erhielt, ist mit den preisgekrönten Nachwuchsschauspielern Denis Moschitto und Marie Zielcke hervorragend besetzt. Aber die Story des am 24. August 2004 beim Filmfest Hamburg uraufgeführten Streifens ist streckenweise arg platt geraten, obwohl zu den Autoren der bekannte Kabarettist Kerim Pamuk („Sprich langsam, Türke“) gehört. Dabei geht es um ein durchaus ernst zu nehmendes Thema – um gegen die Traditionen ihrer Väter rebellierende Kinder. Leider sind die Klischees um Dönerbuden, Goldkettchen, Betteppiche und nur außerhalb des Ehebettes den Macho herauskehrende türkische Paschas häufig wirklich unterste Schublade. Dafür erfahren wir einiges über die Multikulti-Szene auf St. Pauli und den türkischen Kiez in Hamburg-Altona. Und das Ende ist wirklich anrührend...

Pitt Herrmann

Credits

Director

Director of photography

Editing

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Script supervisor

Director of photography

Assistant camera

Clapper loader

Steadycam operator

Still photography

Lighting design

Property master

Stand-by props

Set design (other)

Editing

Sound assistant

Foley artist

Casting

Cast

Unit production manager

Production manager

Shoot

    • Hamburg
Duration:
2634 m, 96 min
Format:
35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Fujicolor, Dolby
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 17.08.2004, 99162, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Kinostart (DE): 30.09.2004;
TV-Erstsendung (DE): 09.12.2005, Arte

Titles

  • Originaltitel (DE) Süperseks

Versions

Original

Duration:
2634 m, 96 min
Format:
35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Fujicolor, Dolby
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 17.08.2004, 99162, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Kinostart (DE): 30.09.2004;
TV-Erstsendung (DE): 09.12.2005, Arte

Awards

FBW 2004
  • Prädikat: wertvoll