Hitlerjunge Quex. Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend

Deutschland 1933 Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

Summary

Infamous National Socialist propaganda film, whose plot centers on the ideological conversion of a working-class family: Communist youth organizations versus the Hitler Youth in early 1930′s Berlin. Heini Völker, printing apprentice and son of a Communist, aligns with the Hitler Youth and informs on a Communist plot against them. After converting his father as well to National Socialism, Heini is accepted as a Quex in the Hitler Youth. He is brought down and killed by Communists amidst a propaganda-campaign in his working-class district.

 

Comments

You have seen this movie? We are looking forward to your comment!

Falk Schwarz
Ein Besessener im Dienste der Nazis
Ekelhaft, einfach ekelhaft. Der Proletarier Vater Völker (Heinrich George), Kommunist, ahnt, dass sein Sohn Sympathien für die Nazis hat. Also singt er mit ihm die Internationale, um ihm klar zu machen, wohin er gehört. Der 12jährige Bub muss mitsingen, was sein brutaler Vater grölt, ob er will oder nicht. Er wird gebrochen. Grausig, wie hier ein Junge fertig gemacht wird, damit alle sehen: schaut mal, so sind sie die Kommunisten! Sagen Sätze wie: „Mein Junge und Nazi - eher schlag ich ihn tot“. Nazi-Regisseur Hans Steinhoff nutzt das kommunistische Milieu eines Franz Biberkopf, um dagegen die neue Welt zu setzen, an der jeder teilhaben darf: „Unsere Fahne flattert uns voran“. Raffiniert und verlogen. Was aber ist mit George? Er war selber einmal Kommunist und verrät hier seine eigene Welt. Ohne Not, darf angenommen werden, im Jahr 1933, also ganz zu Beginn. „Wenn sie mich nur spielen lassen“ war sein Credo. Aber lässt sich von einem Schauspieler nicht erwarten, dass er sich auch überlegt, w a s er spielt? Sein „dämonischer Spieltrieb“ (Quadflieg), sein Wegwerfen in die Rolle, hat Millionen begeistert. Aber George spielte auch in „Jud Süß“, in „Kolberg“ und hier. Wenn sein Sohn Götz George heute meint, dass das alles so lange her sei und endlich mal Ruhe herrschen müsse und die Schauspielkunst des Vaters gewürdigt werden solle - mag sein, nur existieren diese Filme nach wie vor. Wir müssen uns mit ihnen auseinandersetzen. Auch wenn George kein Nazi war, kein Parteimitglied, gefährdete Kollegen am Schiller-Theater in Berlin beschäftigte und nie einer der Ihren war - diese Rollen werfen einen Schatten auf einen großen Schauspieler, den seine Spiellust zu solchen „Ausflügen“ verführte. Wenn es ihm jedoch egal war, was er spielte, solange er nur spielte, dann ist diese Naivität eines Mitläufers mindestens genauso mitschuld an dem deutschen Desaster. Er diente mit seinem Talent dem System - ob nolens oder volens ist letztlich gleichgültig. Dieses Propaganda-Machwerk ist schändlich.

Credits

Director

Director of photography

Editing

Cast

All Credits

Director

Director of photography

Production design

Editing

Cast

Line producer

Location manager

Shoot

    • Berlin-Müggelsee, Seddinsee bei Berlin, Anhalter Bahnhof
Censorship/Age rating:

Prüfung: 07.09.1933

Screening:

Uraufführung: 12.09.1933

Titles

  • Originaltitel (DE) Hitlerjunge Quex. Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend

Versions

Original

Censorship/Age rating:

Prüfung: 07.09.1933

Screening:

Uraufführung: 12.09.1933