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Die Ehe des Dr. med. Danwitz

BR Deutschland 1956 Spielfilm

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Falk Schwarz
Eine Frau verblutet
Endlich engagiert sich einmal ein deutscher Film aus den Fünfzigern für ein soziales Problem: die skandalöse Unterbezahlung angehender Ärzte. In welche Probleme sie dabei geraten, versuchen Karlheinz Böhm und Marianne Koch etwas schambesetzt und eckig darzustellen. Durch die Tatkraft, mit der Edith noch nebenher als Mannequin arbeitet, kommen sie finanziell so gerade über die Runden. Anders der Arzt-Freund Oswald (Maximilian Schell), der neben seinem Krankenhausjob noch Taxi fährt. Er aber will sich mit seiner Situation nicht abfinden. Als er gebeten wird, eine Abtreibung bei der Besitzerin des Modesalons (wenig glaubhaft: Heidemarie Hatheyer) vorzunehmen, die sein Freund zunächst verweigert hat, ist für ihn die üppige Bezahlung so attraktiv, dass er sich zu dem Eingriff entscheidet. Die Frau verblutet. Exitus. - Zumindest bis zur Hälfte ist der Film sachlich und schildert die Lage eines Paares in dem erwachenden Wirtschaftswunder. In der zweiten Hälfte jedoch kommt dann der moralische Zeigefinger. Sicher - Abtreibungen waren strafbewehrt. Selbst in der bittersten Not verrät ein Arzt nicht sein Berufsethos. Die innere Logik des Films kennt allerdings nur Gut und Böse und keine Nuancierungen. Regisseur Arthur Maria Rabenalt muss irgendwann gemerkt haben, dass sich die Balance des Films verändert. Der „leichtsinnige“ Maximilian Schell reißt den zweiten Teil des Films komplett an sich, während die „Guten“ - also Böhm und Koch - eher hilflos herumstehen, sich fügen, ihr karges Schicksal zeitgemäß akzeptieren, während der Oswald alles wagt. Das ist von Maximilian Schell derart zwingend und logisch dargestellt, dass der Zuschauer verwirrt entlassen wird - zwar ist die Tat verwerflich, aber der „wilde“ Schell heimst die Sympathien ein. Albert Benitz findet dabei sprechende Bilder, die die Schwarzweiß Malerei des Drehbuchs etwas ausgleichen. Bleibt die Erkenntnis, dass sich die Filmemacher 1956 sehr wohl einem gesellschaftlichen Tabuthema stellten.

Credits

Screenplay

Director of photography

Editing

Music

Cast

Production company

All Credits

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Camera operator

Production design

Costume design

Editing

Music

Cast

Production company

Line producer

Unit production manager

Location manager

Original distributor

Duration:
95 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 18.06.1993, 11869 [3. FSK-Prüfung]

Screening:

Uraufführung (DE): 29.03.1956, Hannover, Theater am Kröpcke

Titles

  • Originaltitel (DE) Die Ehe des Dr. med. Danwitz

Versions

Original

Länge:
95 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 18.06.1993, 11869 [3. FSK-Prüfung]

Aufführung:

Uraufführung (DE): 29.03.1956, Hannover, Theater am Kröpcke

Prüffassung

Länge:
2718 m, 99 min
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 27.03.1956, 11869, ab 16 Jahre / feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 01.08.1958, 11869 [2. FSK-Prüfung]