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Der Untertan

DDR 1951 Spielfilm

Summary

The Kaiser′s Lackey
Diederich Hessling, a "sissy" and mother′s pet, is scared of everything and everyone. But as he grows up, he comes to realize that he has to offer his services to the powers-that-be, if he wants to wield power himself. His life motto now runs: bow to those at the top and tread on those below. In this way, he always succeeds: as a student in a duel-fighting student fraternity and as a business-man in a paper factory. He cajoles the obese district administrative president von Wulkow and wins his favors. He slanders his financial rivals and hatches a plot with the social democrats in the town council. On honeymoon with his rich wife Guste, he finally finds a chance to do his beloved Kaiser a favour. And when a memorial to the Kaiser is unveiled in the town where Diederich lives and works, he delivers the festive address. He stands behind the lectern in pouring rain, saluting "his" Kaiser. The crowd has dispersed. Everything is laid in ruins ...

Source: German films Service & Marketing GmbH

 

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Falk Schwarz
Der untertänige Deutsche
Diederich Hessling wächst „deutsch“ auf: Vater prügelt, Mutter erzählt Gruselmärchen, in der Schule herrscht Drill. Diederich (Werner Peters) wird Student, gerät in die Fänge einer deutsch-nationalen Verbindung, schlägt Partien, „reibt“ Salamander und begreift: Deutschsein heißt Buckeln nach oben, Treten nach unten. Er wird zum Egoisten und Heuchler. Seine Ansprache an die Arbeiter in der kleinen Papierfabrik, die er geerbt hat, zeigt: der Mensch beginnt doch erst in unserer Gesellschaftsschicht. Alle anderen sind Proleten. Rechte Ideologie und männliches Protzen gehören zusammen und über Allem steht der Kaiser. Diederich kapiert das Räderwerk: Dünkel, Macht, Korruption, Intoleranz und Aggressivität (Netenjakob) geben Sicherheit. So muss man sein, um zu reüssieren. - Die bitter-wahre Satire von Heinrich Mann muss Wolfgang Staudte beflügelt haben. Hier passt alles zusammen. Großartig der Hauptdarsteller, der diese Untugenden zu leben scheint. “Sachlich sein, heißt Deutschsein“ - man bekommt Schluckbeschwerden. Kameramann Robert Baberske fotografiert die corporierten Saufbrüder durch das verzerrende Bierglas, er lässt die Drillübungen beim Militär sich in der blank geputzten Tuba spiegeln. Die Liebesgeschichte mit Agnes (Sabine Thalbach) hat Melos und zeigt den Magier Staudte. Aber er mag auch die Übertreibung: als Diederich auf seiner Hochzeit sein „Weltklasse“ Produkt enthüllt, sind es Klopapierrollen, auf denen markige deutsche Sprüche stehen. Man kommt aus dem Grinsen nicht heraus. Auch Kitsch schreckt Staudte nicht: „Der schönste Platz, den ich hab‘, ist die Rasenbank am Elterngrab“. - Für diesen Film wurde Staudte im Westen angespuckt und skandalisiert. Sechs Jahre brauchte die BRD, bis sie diesen Film der Weltklasse zuließ. Hatten wir Wessis denn solche Angst vor dieser Selbstentlarvung?

Credits

Director

Director of photography

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Script editor

Director of photography

Assistant camera

Still photography

Production design

Make-up artist

Cast

Unit production manager

Location manager

Shoot

    • 01.03.1951 - 22.06.1951: Außengelände der Studios in Potsdam-Babelsberg
Duration:
2963 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 08.01.1957, 13613, Verbot;
Alliierte Militärzensur (DE): November 1956;
Amt für Information der DDR: 15.08.1951

Screening:

Uraufführung (DD): 31.08.1951, Berlin, Babylon, Defa-Filmtheater Kastanienallee;
TV-Erstsendung (DD): 02.09.1954, DFF

Titles

  • Originaltitel (DD) Der Untertan

Versions

Original

Länge:
2963 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 08.01.1957, 13613, Verbot;
Alliierte Militärzensur (DE): November 1956;
Amt für Information der DDR: 15.08.1951

Aufführung:

Uraufführung (DD): 31.08.1951, Berlin, Babylon, Defa-Filmtheater Kastanienallee;
TV-Erstsendung (DD): 02.09.1954, DFF

Prüffassung

Länge:
2635 m, 96 min
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 04.06.1984, 13613 [4. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 22.02.1957, 13613 [2. FSK-Prüfung]

Aufführung:

Erstaufführung (DE): 08.03.1957, München, Sendlinger Tor-Lichtspiele, Rathaus-Lichtspiele;
TV-Erstsendung (DE): 27.07.1961, ARD