Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Bobby
- Rosi
- Jojo
- Marc
- Klaus Wilde
- Nanni Wilde
- Rechtspfleger Ettschläger
- Mutter
- Gutachter
- Herr Huber
Production company
Producer
All Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Production design
Costume design
Editing
Music
Cast
- Bobby
- Rosi
- Jojo
- Marc
- Klaus Wilde
- Nanni Wilde
- Rechtspfleger Ettschläger
- Mutter
- Gutachter
- Herr Huber
Production company
in co-production with
Producer
Producer (TV)
Line producer
Unit production manager
Duration:
87 min
Format:
s16mm (?)
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Screening:
TV-Erstsendung (DE): 01.10.2003, ARD
Titles
- Originaltitel (DE AT) Bobby
Versions
Original
Duration:
87 min
Format:
s16mm (?)
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Screening:
TV-Erstsendung (DE): 01.10.2003, ARD
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So schaltet sich Bobbys und Jojos Schwester „Nanni“ ein, die zusammen mit ihrem Mann Klaus Wilde alles daransetzt, ihn in ihre bereits vierköpfige Familie zu ziehen. Zumal Benitas Testament für alle eine Überraschung bereithält: Derjenige, der Bobbys Vormundschaft erhält, bekommt die stattliche Summe von 1,2 Millionen Mark zugesprochen. Der Kampf um das Sorgerecht beginnt und wie erwartet entscheidet der Rechtspfleger Ettschläger, dass die Vormundschaft zunächst an Nanni und Klaus geht. Jojo und Marc geben jedoch nicht auf, zumal sie Bobbys Entscheidung kennen: Er würde zusammen mit seinem Hund „Clinton“ viel lieber bei dem schwulen Paar leben.
Das bekommt unvermutet Unterstützung von Rosi Huber, der „Ex“ von Jojo und langjährige Freundin der Familie, die die Verhältnisse bestens kennt. Sie durchschaut das Manöver des geldgierigen Klaus, der sich in Erwartung der erklecklichen Testaments-Summe als erstes einen neuen Nobelschlitten kauft und Bobbys Liebling „Clinton“ im Tierheim „entsorgt“.
Rosi engagiert sich mit Herz und Seele für Bobbys Zukunft, obwohl sie noch einen aufreibenden Zusatzjob als Sängerin abends in einem Club bewältigen muss. Und hat trotz ihres liebevollen Freundes Karli (Otto Kukla als Trucker mit großem Herz) auch ein Herz für Jojo, mit dem sie sich wieder ausgezeichnet versteht und dem sie sogar die Heirat offeriert. Als Mitarbeiterin im Jugendamt kann sie manche Hebel in Bewegung setzen und schließlich den Gutachter Professor Steiner zum Überdenken seiner ursprünglichen Position animieren...
Die in Hamburg geborene Münchner Regisseurin Vivian Naefe, mit 28 Filmen in 22 Jahren sicherlich die nicht nur quantitativ erfolgreichste deutsche Film- und Fernseh-Regisseurin, hat mit „Bobby“ zwei noch immer tabuisierten Themen, Behinderung und Homosexualität, mit Feingefühl und moralischem Anspruch zu einem spannenden, bisweilen gar emotional bewegenden Familiendrama gekreuzt. Und das dollste: Die Geschichte mit beinahe unglaublichem Ausgang ist keineswegs frei erfunden, sondern beruht auf Tatsachen. Der Hauptdarsteller Bobby Brederlow, 2002 mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet, lebt seit dem Tod seiner Mutter bei seinem schwulen Bruder Gerd und dessen Lebensgefährten.
Der neunzigminütige Fernsehfilm „Bobby“ ist am 30. Januar 2002 in der ARD erstausgestrahlt worden und war mit sieben Millionen Zuschauern ein großer Erfolg auch für die Bemühungen, die angesprochenen Themen zu enttabuisieren.
Pitt Herrmann