Ich war in Honolulu - wetten?

DDR 1973/1974 TV-Film

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Heinz17herne
Heinz17herne
Der lebenslustige Chemiestudent Uwe (Henry Hübchen) jobbt nebenbei als Baggerführer in der Brigade Trunzer (Hilmar Baumann), die eine Patenschaft mit einer benachbarten Krippe eingegangen ist. Als die drei jungen, attraktiven Kindergärtnerinnen Gabi (Petra Barthel), Frauke (Regina Beyer) und Ulrike (Brigitte Lindenberg) mit einer Schar kleiner Dötze auf der Baustelle erscheint, sticht Uwe die anderen sogleich hochinteressierten Baustudenten mit einer aufsehenerregenden Aktion aus: Er legt den Kindern Lollis in der riesigen Schaufel seines Arbeitsgerätes vor die Füße.

Ein allzu riskantes Manöver, kritisiert der Brigadier und ruft die jungen Leute auf, wieder an die Arbeit zu gehen. Als diese wie üblich nach Fertigstellung eines Bauabschnitts gemütlich beim Bier zusammensitzen, tauchen die drei Kindergärtnerinnen bei den Wirtsleuten (Walter Martin und Liselott Baumgarten) auf und bitten zur Musik aus dem mitgebrachten Transistorradio zum Tanz. Uwe und seine Kumpel lassen sich nicht lange bitten, während Trunzer diese provoziert, indem er Milch für sie ordert. Doch Uwe kontert mit einem „Doppelten“ für sich und den Brigadier, der wenig später das Lokal verlässt – mit einer Flasche Schnaps unter der Lederjacke.

Weil Uwe bei „seiner“ Gabi zu stark baggert, handelt er sich eine Ohrfeige ein und das Kindergärtnerinnen-Trio zieht sich zur internen Modenschau vor der Heimfahrt ins Wohnheim zurück. Die von ihnen ironisch als „Helden“ verspotteten Studenten müssen freilich draußen bleiben – und finden inmitten eines Margeriten-Feldes den betrunkenen Trunzer vor. Der anderntags seiner Gattin einen ganzen Eimer dieser Korbblütler mitbringt: Ein gemeinsamer Pfingsturlaub ohne ihre bei der Oma in Neuruppin geparkte Tochter soll die gefährdete Ehe des aus beruflichen Gründen oft auswärtigen Wanderbrigadiers retten.

Doch besagte Großmutter liegt im Krankenhaus, was aber weder die Krippenleiterin (Theresia Wider) ahnt noch Gabi, die sich bereit erklärt hat, auf das letzte noch verbliebene Kind aufzupassen, bevor es ins Wochenende abgeholt wird. Uwe bekommt das mit und nutzt seine Chance, den Fauxpas wieder gut zu machen: Er kümmert sich rührend um die Kleine, punktet bei seiner Angebeteten – und begleitet Gabi zu ihren Eltern (Traute Sense und Walter Lendrich) aufs Dorf. Wo die junge Frau mit attraktivem Mann und kleiner Tochter nicht nur bei ihren Freundinnen für Aufsehen sorgt.

Bei Familie Umbreit trifft sich bald der ganze Ort samt ABV (Abschnitts-Bevollmächtigter der Volkspolizei), Gemeindeschwester und LPG-Vorsitzendem (Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaft): Nach der ersten gemeinsam verbrachten Nacht im Kinderzimmer von Gabis Bruder samt Frühstück im Bett wird kollektiv Verlobung gefeiert. Von Trunzer befragt, wo er die Pfingsttage verbracht hat, antwortet Uwe spontan: „In Honolulu!“

Der mit 40 Minuten mittellange Defa-Film (PL Erich Kühne) von Klaus Wolf (Buch) und Celino Bleiweiß (Regie) im Auftrag des Fernsehens der DDR erzählt eine kleine frühsommerliche (Dorf-) Geschichte einer großen, nach anfänglichen Irritationen sehr romantischen Liebe mit zwei großartigen Protagonisten, dem 27-jährigen Henry Hübchen und der 23-jährigen Petra Barthel. Eigentlich wollte Uwe nur seine Kollegen Karlchen (Jan Bereska) und Jumbo (Joachim Schönitz) beeindrucken mit dem spektakulären Versuch, die Krippenerzieherin Gabi für sich zu gewinnen. Doch aus dem Flirt wurde im Verlauf des verlängerten Pfingst-Wochenendes in frischer Landluft rasch mehr.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Länge:
1179 m
Aufführung:

Uraufführung (DD): 12.12.1974, DDR-TV

Titel

  • Originaltitel (DD) Ich war in Honolulu - wetten?

Fassungen

Original

Länge:
1179 m
Aufführung:

Uraufführung (DD): 12.12.1974, DDR-TV