Berlin, Bahnhof Friedrichstrasse 1990

Deutschland 1990/1991 Dokumentarfilm

Inhalt

Die Mauer ist gefallen. Nun öffnen sich die Türen und Wände verschwinden. Und noch bevor die D-Mark in den Osten fließt, ergießen sich die Menschenströme durch den Bahnhof Friedrichstraße. Ab Juli 1990, nach Inkrafttreten des Staatsvertrags zwischen den zwei deutschen Staaten, werden die Grenzkontrollen hier immer laxer. Vier Filmemacherinnen aus West und Ost beobachten den Abbau der Grenzabfertigungsstellen, den Abriss der Kontrollkabinen. Im Labyrinth des Tränenpalasts spricht ein Grenzbeamter über Ohrmuschelvergleiche "am Fließband", es wird von erlebten Schikanen und Devisengeschäften berichtet, und Intershop-Verkäuferinnen sinnieren über ihre ungewisse Zukunft. 

Madeleine Bernstorff, damals Aufnahmeleiterin, 2021: "Der Bahnhof als ein unscharfes, hyperbewegliches Bild vom Umbau einer Gesellschaft. Von heute aus realisiert sich in dem Film für mich noch deutlicher als damals die Idee, dass bestimmte historische Ereignisse oder politische Zäsuren am besten multiperspektivisch erzählbar sind. Alle vier Autorinnen/Regisseurinnen bringen selbstverständlich ihre Erfahrungen, Fragen und Arbeitshintergründe in den Film ein. Dies führt zu einem Eindruck voller Tiefe und Zwischentöne."

Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

Alle Credits

Titel

  • Schreibvariante Berlin - Bahnhof Friedrichstrasse 1990
  • Originaltitel (DE) Berlin, Bahnhof Friedrichstrasse 1990

Fassungen

Original

Länge:
85 min
Format:
16mm, 1:1,37
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): Februar 1991, Berlin, IFF;
Kinostart (DE): 20.04.1995

Digitalisierte Fassung

Länge:
86 min bei 25 b/s
Format:
DCP 2k, 1:1,375
Bild/Ton:
Farbe + s/w, Ton
Aufführung:

Aufführung (DE): 16.02.2026, Berlin, IFF - Retrospektive, Cubix 5