Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Alex Berger
- Susanne
- Oles Mutter
- Florian Auffermann
- Tobias Falk
- Benedikt
- Simone März
- Daniel
- Katja
- Assistenzarzt
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Script
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
2. Kamera
Steadicam
Standfotos
Kamera-Bühne
Set Dresser
Ausstattung
Innenrequisite
Maske
Kostüme
Schnitt
Schnitt-Assistenz
Ton-Design
Ton
Ton-Assistenz
Musik
Darsteller
- Alex Berger
- Susanne
- Oles Mutter
- Florian Auffermann
- Tobias Falk
- Benedikt
- Simone März
- Daniel
- Katja
- Assistenzarzt
im Auftrag von
Produzent
Redaktion
Herstellungsleitung
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Post-Production
Dreharbeiten
- 18.09.2009 - 21.10.2009: Berlin und Umland
Länge:
90 min
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:
Aufführung (DE): 29.06.2010, München, Filmfest
Titel
- Originaltitel (DE) Tod einer Schülerin
- Arbeitstitel (DE) Der Test
Fassungen
Original
Länge:
90 min
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:
Aufführung (DE): 29.06.2010, München, Filmfest
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Alex gesteht seiner Gattin Susanne die Affäre, betont aber, dass er nichts mit dem Tod der Schülerin zu tun habe. Susanne, nicht nur ebenfalls Lehrerin der Ermordeten, sondern auch stellv. Schulleiterin des Gymnasiums, reagiert schockiert. Und zweifelt stark an der Version ihres Mannes, die Liebesnacht mit Katja sei nur ein einmaliger Ausrutscher gewesen. Während eine großangelegte Polizeiaktion beginnt, gerät die Familie Berger weiter unter Druck: Der 19-jährige Sohn Benedict, genannt Ben, hat ein Dreivierteljahr vor dem Abi die Schule geschmissen und eine Ausbildung als Schlosser begonnen. Auch er kannte Katja, vielleicht näher, als er es sich und seinem Vater eingestehen will.
„Der eine Sohn Mongo, der andere Malocher“: Ben fühlt sich verkannt und geht immer stärker auf Konfrontationskurs vor allem gegen seinen Vater. Was seinem jüngeren Bruder Daniel, einem höchst sensiblen Kind mit Down-Syndrom, das die ganze Aufmerksamkeit der Familie fordert, natürlich nicht verborgen bleibt: Daniel leidet unter den wachsenden Spannungen zwischen den Eltern und gibt diesem Leid unmittelbar Ausdruck. Als die Ermittlungen der Polizei auf der Stelle treten, weil das Handy der Ermordeten auch nach intensiver flächendeckender Suche nicht gefunden wird, werden zunehmend Stimmen in der Bevölkerung laut, die einen Massengentest fordern – angeführt von Katjas Eltern Holger (Jürgen Heinrich) und Karin Weiss (Kirsten Block).
Als der mit Familie Weiss privat befreundete Staatsanwalt einem solchen Test für alle 16.000 Männer aus Küstrin und Umgebung schließlich zustimmt, verweigert Alex Berger unter Verweis auf seine Bürgerrechte die Abgabe einer DNA-Probe. So gerät er mehr und mehr in den Fokus der Kommissare und muss zugleich gegen das wachsende Misstrauen seiner verletzten Frau ankämpfen: Der Ring zieht sich immer enger um den beliebten Pädagogen, zumal er sich nun auch offener Anfeindungen („Ich mach’ dich fertig, du wirst nie wieder als Lehrer arbeiten“) des Klassenkameraden und ehemaligen Freundes der Toten, Florian Auffermann, ausgesetzt sieht - bis hin zu körperlichen Angriffen...
Mark Schlichters bis zuletzt hochspannender Krimi „Tod einer Schülerin“, der auf dem von Silke Zertz bearbeiteten Drehbuch „Der Test“ des in Bonn geborenen promovierten Atomphysikers und Diplom-Philosophen Ulrich Woelk basiert, der seit 1995 als freier Schriftsteller in Berlin lebt, lässt den Zuschauer bis zum überraschenden Ende im Unklaren über die Identität des Täters. Was den zahlreichen falschen Spuren zu verdanken ist, die genregemäß gelegt worden sind. Aber auch daran, dass der Regisseur die Kriminalhandlung wie die Ermittlertätigkeit der beiden nicht nur altersmäßig so ungleichen Kommissare in den Hintergrund gerückt hat.
Im Grunde ist „Tod einer Schülerin“ ein Psychothriller, der auf die seelischen Auswirkungen der Tat und ihrer Folgen bei Alex Berger und seiner Familie fokussiert. Dafür stehen Mark Schlichter mit Matthias Brandt, Corinna Harfouch und Adrian Topol drei erstklassige Schauspieler zur Verfügung, die Peter Przybylskis Kamera immer wieder in Nah- und Ganz Nah-Einstellungen ins Zentrum rückt. Alex Berger, von dem allein das Publikum von Beginn an weiß, dass er nicht als Täter in Frage kommt, manövriert sich mit seiner Verweigerung eines DNA-Testes in eine schier aussichtslose Lage. Andererseits hat er keine andere Wahl: Wird (schul-) öffentlich ruchbar, dass er ein Verhältnis mit einer zwar volljährigen, aber nach wie vor zu ihm in einem Abhängigkeitsverhältnis stehenden Schülerin gehabt hat, ist seine Lehrerkarriere zu Ende. Und die seiner Gattin wahrscheinlich gleich mit...
Die bemerkenswerte TV-Produktion, am 29. Juni 2010 beim Filmfest München uraufgeführt und am 28. September 2010 auf ZDF neo erstausgestrahlt, thematisiert überdies das brandaktuelle Thema der unschuldig-bewussten Zurschaustellung der eigenen Person und des eigenen Körpers im weltweiten Netz. Und dass Eltern praktisch kaum eine Möglichkeit haben, diese den zahllosen Internet-Communities und –Foren geschuldete Form des Exhibitionismus zu kontrollieren oder gar zu unterbinden.
Pitt Herrmann