Ilse Kubaschewski
Biografie
Ilse Kubaschewski - Verleiherin und Produzentin
Ilse Kubaschewski wurde als Ilse Kramp am 18. August 1907 in Berlin als Tochter eines Beamten und einer Begleitmusikerin für Stummfilme geboren. Sie arbeitete ab 1931 als Disponentin und rechte Hand des Verleihchefs bei der Siegel-Monopol-Filmgesellschaft und erwarb Anteile an einem kleinen Berliner Kino, das sie dann selbst betrieb. 1938 heiratete sie den Ufa-Filialleiter Hans Kubaschewski.
Nachdem sie bereits in Berlin Anteile an einem Kino besessen und dieses nach Auflösung der Siegel-Monopol selbst betrieben hatte, übernahm sie 1945 ein Kino in Oberstdorf im Allgäu. 1949 gründete sie mit fünf Angestellten und einem Bankkredit von 30.000 Mark in München den Gloria-Filmverleih, mit dem ihr schnell der Aufstieg zur erfolgreichen Filmverleiherin gelang. So erwarb sie etwa die Rechte an den Vorkriegsfilmen von Marika Rökk und vertrieb in Deutschland die Filme des US-Studios Republic, vor allem billige Horrorfilme wie "Mysterious Doctor Satan" und Spielfilm-Zusammenschnitte der Serials "Zorro" und "Dr. Fu Man Chu". Anfang der 50er Jahre verbuchte sie große Erfolge mit dem Verleih von Heimatfilmen wie "Schwarwaldmädel"(1950) und "Grün ist die Heide" (1951).
1953 gründete Kubaschewski die Produktionsgesellschaft Diana-Film, später Divina-Film. Und auch damit bewies sie ihr Gespür für den Massengeschmack: Von der "08/15"-Trilogie (ab 1954) über die "Trapp-Familie" (1956) bis hin zum "Arzt von Stalingrad" (1958) reichen ihre Erfolgsproduktionen der 50er Jahre. Doch auch Robert Siodmaks "Nachts, wenn der Teufel kam" (1957) produzierte sie.
Auch in den folgenden Jahrzehnten konnte Kubaschewski von Erfolgswellen profitieren, etwa den Schlagerfilmen und der Angélique-Serie in den 60ern und Sexfilmen in den 70ern. Dabei hielt sich "die Kuba" meist an ihr Motto "Die Kritik wird an der Kinokasse geschrieben." Ihr Geschäftsinn machte sie zu einer der reichsten Frauen der Bundesrepublik. Sie produzierte neben ihrer kalkulierten Massenware aber auch Anspruchsvolleres wie Gustaf Gründgens" "Faust" (1960) und Luchino Viscontis "Ludwig II." (1972).
1974 verkaufte sie die Gloria-Film, zog sich von da an aus dem Verleih- und Produzentengeschäft zurück und betrieb nur noch das Kino "Gloria-Palast" in München. In den 80er Jahren zog sie sich an den Starnberger See zurück.
Ilse Kubaschewski starb am 30. Oktober 2001 in München.
Filmografie
| 1986 |
Bitte laßt die Blumen leben Co-Produzent |
| 1980 |
Die Spur von meinen Erdentagen - 500 Jahre Faust Produzent |
| 1976 |
Die Elixiere des Teufels Produzent |
| 1973/1974 |
Einer von uns beiden Produzent |
| 1973 |
Reigen Produzent |
| 1972/1973 |
Ludwig II. Co-Produzent |
| 1972 |
Auch Fummeln will gelernt sein Produzent |
| 1971 |
Kommissar X: Kommissar X jagt die Roten Tiger Produzent |
| 1970 |
Wenn die tollen Tanten kommen Produzent |
| 1967 |
Unbezähmbare Angélique Produzent |
| 1964 |
Angélique Produzent |
| 1961 |
Der Traum von Lieschen Müller Produzent |
| 1960 |
Faust Produzent |
| 1959 |
Alle lieben Peter Produzent |
| 1959 |
Arzt ohne Gewissen Produzent |
| 1958 |
Die Trapp-Familie in Amerika Produzent |
| 1957/1958 |
Der Arzt von Stalingrad Produzent |
| 1957 |
Nachts, wenn der Teufel kam Produzent |
| 1957 |
Weißer Holunder Produzent |
| 1956 |
Die Trapp-Familie Produzent |
| 1955 |
08/15 - II. Teil Produzent |
| 1955 |
08/15 in der Heimat Produzent |
| 1954 |
08/15 Produzent |
| 1953 |
Ave Maria Produzent |



