Hommage zum 100. Geburtstag von Luise Ullrich im Murnau-Filmtheater Wiesbaden

11.10.2011 | 11:57 Uhr

Hommage zum 100. Geburtstag von Luise Ullrich im Murnau-Filmtheater Wiesbaden



Zum 100. Geburtstag von Luise Ullrich am 30. Oktober 2011 erinnert das Murnau-Filmtheater im Deutschen Filmhaus, Wiesbaden, – gemeinsam mit der Caligari Filmbühne – an die Schauspielerin. In den 1930er Jahren zählte sie zu den Stars, Rainer Werner Fassbinder "entdeckte" sie für "Acht Stunden sind kein Tag" (DE 1972/73) wieder.


Im Murnau-Filmtheater wird die Reihe im Oktober fortgesetzt: In "Bange machen gilt nicht" (DE 1938) spielt Luise Ullrich an der Seite von Victor de Kowa (Mittwoch, 19. Oktober, 18 Uhr). In der Komödie "Liebesschule" (DE 1939) ist sie am Freitag, 21. Oktober (18 Uhr) als Frau zwischen zwei Männern zu sehen. Als Schneiderlehrling gibt sich Luise Ullrich in "Das Einmaleins der Liebe" (DE 1935) aus (Mittwoch, 26. Oktober, 15.30 Uhr). In "Nora" (DE 1943), nach Henrik Ibsens gleichnamigem Drama, ist sie am Freitag, 28. Oktober (18 Uhr) als Titelheldin zu sehen.


Luise Ullrich wurde am 30. Oktober 1911 in Wien geboren, sie starb am 21. Januar 1985 in München. Nach ihrer Schauspielausbildung arbeitet sie zunächst an verschiedenen Theatern in Österreich und Deutschland. Ihr Spielfilmdebüt gab sie 1932 in Luis Trenkers "Der Rebell". Für ihre Darstellung in dem Melodram "Annelie" erhielt sie 1941 in Venedig die Coppa Volpi. Auch nach dem Krieg hielt Luise Ullrichs Beliebtheit an. In den 1950er Jahren war sie als burschikos patente Frau der Nachkriegszeit zu sehen. Oft spielte sie die Rolle der selbstlosen, für die Familie unentbehrlichen Mutter mit einem Schuss Selbstbewusstsein und trockenem Witz. Anfang der 1960er Jahre wandte sich Luise Ullrich vom Film ab und war nur gelegentlich im Fernsehen zu sehen – wie 1972 als resolute Oma in Rainer Werner Fassbinders Familien-Serie "Acht Stunden sind kein Tag". 1979 erhielt sie das "Filmband in Gold" für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. 1973 veröffentlichte Luise Ullrich ihre Autobiografie "Komm auf die Schaukel, Luise".

"Wenn die Ullrich den Mund aufmachte, vergingen den Männern die Phantasien vom lieben Heimchen am Herd. Ihre Sprache wirkte kühl, bisweilen schnippisch. Da agierte eine intelligente, selbstsichere Frau, kein fühliges Klischee", schrieb "Der Spiegel" in seinem Nachruf.

Quelle:
www.murnau-filmtheater.de

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