Kinshasa Symphony – Ein klassisches Orchester im Kongo
Quelle: Salzgeber & Co. Medien, DIF
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Albert Matubenza ist Musiker. Er hat vielen Streichern im Orchester die Noten und ihr Instrument erklärt. Dabei ist er selbst Gitarrist und kann weder Geige noch Cello spielen. Gerade baut er an einem neuen Kontra bass für das Ensemble. Andere Handwerker unter den Orchestermitgliedern haben inzwischen eine ganze Kollektion von oft selbsterfundenen und -gebauten Werkzeugen, um jede erdenkliche Reparatur eines Instruments durchzuführen. Nebenbei schneidern die Musikerinnen und Musiker ihre Anzüge und Kleider für die Auftritte selbst, organisieren die Beschaffung von Noten und sorgen während der langen Probenabende für die Verpflegung und die Beaufsichtigung der Kinder. Die meisten Orchestermitglieder sind Autodidakten und Amateure. Selbst für diejenigen, die das Glück haben, über eine Berufsausbildung und eine halbwegs geregelte Arbeit zu verfügen, ist der Alltag in der Acht-Millionen-Metropole Kinshasa ein Kampf ums Überleben. Für viele beginnt der Arbeitstag um sechs Uhr morgens, oft noch weit früher. Trotzdem wird abends bis in die Nacht hinein geprobt – und das praktisch jeden Tag.
Armand Diangienda ist Dirigent, ausgebildeter Pilot und Gründer des Orchesters. Schon sein Großvater gab ihm mit auf den Weg, dass er ein Orchester gründen solle. Heute stehen bei Konzerten des Orchestre Symphonique Kimbanguiste 200 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Zum Unabhängigkeitstag der Demokratischen Republik Kongo plant das Orchester ein großes Open-Air-Konzert. Mehrere tausend Zuschauer werden erwartet. Auf dem Programm: Beethovens Neunte, "Carmina Burana", Werke von Dvorschák und Verdi. Die Probenarbeit, das gemeinsame Musizieren und schließlich das Konzert des Orchesters zeigen die Kraft und Entschlossenheit, mit der sich die kongolesische Zivilgesellschaft aus dem Teufelskreis aus kolonialer Unterdrückung, Tyrannei, Armut und Krieg befreien will.
Quelle: 60. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
| Regie: | Claus Wischmann, Martin Baer |
| Drehbuch: | Claus Wischmann (Konzept) |
| Kamera: | Martin Baer, Michael Dreyer |
| Schnitt: | Peter Klum |
| Musik: | Jan Tilman Schade |
| Produktionsfirma: | sounding images GmbH (Berlin) |
| Produzent: | Stefan Pannen, Holger Preuße |
Alle Credits
Titel
| Originaltitel (DE) Kinshasa Symphony – Ein klassisches Orchester im Kongo |
Fassungen
Original | |
| Länge: | 2692 m, 98 min |
| Format: | 35 mm , 1:1,85 |
| Bild/Ton: | Farbe, Dolby Digital |
| Prüfung/Zensur: | FSK-Prüfung (DE): 26.08.2010, 124198, ohne Altersbeschränkung/feiertagsfrei |
| Aufführung: | Uraufführung (DE): 17.02.2010, Berlin, IFF - Berlinale Spezial; Kinostart (DE): 23.09.2010 |
Auszeichnungen
| FBW 2010 |
| Prädikat: besonders wertvoll |
| Festival des deutschen Films, Ludwigshafen 2010 |
| Publikumspreis (ex aequo >Renn, wenn Du kannst<) |
| Open Dok Film Festival Turnhout, Belgien 2010 |
| Lobende Erwähnung |
| Erasmus Euro Media Awards, Wien 2010 |
| Gütesiegel |
| Festival de Cine Alemán, Buenos Aires 2010 |
| Publikumspreis |
| Phoenix Dokumentarfilmpreis, Bonn 2010 |
| Lobende Erwähnung |
| Jecheon International Music&Film Festival, Jecheon (Süd Korea) 2010 |
| Großer Preis |
| Vancouver International Film Festival, Canada 2010 |
| Most Popular Nonfiction Film Award |
| International Documentary Film Festival Flahertiana, Perm (Russland) 2010 |
| Jurypreis |
| Rhode Island International Film Festival, USA 2010 |
| Großer Preis, Beste Kamera |
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